Aufgepasst, deutsche Nationalmannschaft: Die UEFA setzt für das zweite Gruppenspiel gegen Ungarn am Mittwoch den höchst umstrittenen niederländischen Schiedsrichter Danny Makkelie an. Der BVB fühlte sich von ihm im vergangenen Jahr verpfiffen, auch Bundestrainer Julian Nagelsmann regte sich schon einmal unglaublich über ihn auf.
Der 41-jährige Makkelie wird zum dritten Mal ein Spiel der DFB-Elf bei einem großen Turnier pfeifen – und diente bislang nicht unbedingt als Glücksbringer: So leitete der Polizist das Achtelfinal-Aus bei der vergangenen Euro gegen England in Wembley (0:2), zudem das 1:1 gegen Spanien bei der WM 2022 in Katar.
Der Niederländer gilt als erfahren, ist aber auch sehr umstritten – Arroganz-Vorwürfe begleiten seine Karriere. So machte etwa Borussia Dortmund in der vorvergangenen Saison schlechte Erfahrungen mit Makkelie, der seit 2011 FIFA-Schiedsrichter ist. Beim Achtelfinal-Aus gegen den FC Chelsea im März 2023 fühlte sich der BVB verpfiffen.
Matthias Sammer bezeichnete Makkelie damals als „sehr sehr arroganten Menschen„. Und BVB-Klubchef Hans-Joachim Watzke nach dem Spiel: „Man hatte immer das schlechte Gefühl, dass er der wichtigste Mann auf dem Platz sein wollte. Gestik, Mimik – der Herr Makkelie hat sich wirklich gut gefallen. Und Fingerspitzengefühl war ein Fremdwort für ihn.“
Auch Bundestrainer Julian Nagelsmann echauffierte sich schon einmal über den Niederländer, den er für die 0:1-Niederlage in der Champions League mit RB Leipzig in der Vorrunde 2020/2021 bei Paris St. Germain verantwortlich machte. „Der Elfmeter war ein Witz“, schimpfte Nagelsmann über den Siegtreffer für PSG durch Neymar. Marcel Sabitzer hatte Angel Di Maria zuvor gar nicht berührt. „So etwas auf Champions-League-Niveau, das ist schon echt traurig“, meinte Nagelsmann.
Zumindest der FC Bayern machte mit Makkelie in der abgelaufenen Saison ergebnistechnisch keine schlechten Erfahrungen: Der Niederländer pfiff den 1:0-Heimsieg gegen den FC Arsenal, welcher den Einzug ins CL-Halbfinale bedeutete. Die anderen Eindrücke von Nagelsmann, Sammer & Co konnte der „Arroganz-Schiedsrichter“ aber auch in dieser Partie nicht völlig ausräumen.
