FCB-Nationalspieler Jamal Musiala zeigte gestern Abend beim deutschen 5:1-Sieg im EM-Eröffnungsspiel gegen Schottland eine herausragende Leistung und wurde nach der Partie von der UEFA vollkommen zurecht zum Man of the Match gewählt. Der 21-Jährige bestätigte nach der Partie, dass der Auftritt gegen Schottland das Spiel seines Lebens gewesen wäre.
Bereits nach 19 Minuten belohnte sich Musiala mit einem traumhaften Tor zum zwischenzeitlichen 2:0 für seine überragende Vorstellung, welche er über die gesamten 73 Minuten, in welchen er auf dem Platz stand, bot. Auch die Statistiken beweisen dies: So hat Musiala fünf Eins-gegen-Eins-Situationen erfolgreich bestritten – kein Spieler sonst auf dem Platz konnte mehr als zwei verzeichnen.
Nach der Partie wurde der Bayern-Youngster, der von einigen Mitspielern liebevoll immer noch „Bambi“ genannt wird, darauf angesprochen, ob es denn das Spiel seines Lebens gewesen sei? Die Antwort von Musiala kurz und knapp: “Ja, das kann man so sagen.”
Musiala führte nach dem deutlichen Auftaktsieg weiter aus: “Wir alle tragen den Druck auf unseren Schultern. Wenn wir auf dem Platz stehen und füreinander arbeiten, spürt man den Druck nicht. Wir werden uns den Sieg nicht zu Kopf steigen lassen und das wollen wir auch am Mittwoch tun. Wir werden auf dieses Spiel zurückblicken und sehen, was wir besser machen können und was wir beibehalten müssen.”
Vor allem das Zusammenspiel zwischen Musiala, Wirtz, Gündogan und Havertz war am gestrigen Abend eine Augenweide. Musiala fühlt sich in der DFB-Offensive sehr wohl, wie er betonte: “Unser Angriff ist sehr abwechslungsreich, was mir sehr gut gefällt. Wir verstehen uns alle sehr gut. Im Laufe der Spiele und Wochen wird hoffentlich unser Zusammenhalt wachsen und wir werden weiter daran arbeiten.”
Für Musiala war die Partie gegen Schottland der 30. Einsatz im DFB-Trikot. Dreimal konnte er bisher über ein Tor jubeln. In der Vergangenheit fehlte dem 21-Jährigen in der Nationalmannschaft des Öfteren das Quäntchen Glück vor dem Tor, man erinnert sich noch bestens an seine verzweifelten Versuche bei der WM in Katar, als er mehrmals am Aluminium scheiterte.
