FCB-Systemänderung bei Kompany: Kommt dafür Guirassy als „Schnäppchen“?

Zuletzt kursierten immer wieder mediale Gerüchte, wonach der neue FCB-Chefcoach Vincent Kompany vom langjährigen 4-2-3-1-Spielsystem des Rekordmeisters abweichen könnte und stattdessen mit einer Doppelspitze agieren will. Nach dem altersbedingten Abschied von Eric Maxim Choupo-Moting stehen dem FC Bayern für diesen Systemwechsel mit Harry Kane und dem erst 19-jährigen Mathys Tel ganze zwei Spieler zur Verfügung.

Deswegen sollen Max Eberl und Co. bereits den Transfermarkt sondieren und haben speziell Serhou Guirassy vom VfB Stuttgart ins Visier genommen. Der in Frankreich geborene Toptorjäger, der für Guinea aufläuft, hat in der abgelaufenen Saison 30 Treffer in 30 Spielen für den VfB Stuttgart erzielt und sich damit in den Fokus zahlreicher Top-Klubs gespielt.

Neben den Bayern beschäftigt sich auch Ligakonkurrent Borussia Dortmund intensiv mit dem 28-Jährigen. Aber auch aus dem Ausland gibt es zahlreiche Interessenten, u.a. Manchester United, Atlético Madrid oder die Tottenham Hotspur.

Guirassy hatte zuletzt bekundet, keine Nummer 2 hinter Harry Kane sein zu wollen. Allerdings stand zu diesem Zeitpunkt kein Systemwechsel an der Säbener Straße zur Debatte, so dass in diesem Fall die Chancen des FC Bayern, all die genannten Rivalen auszustechen, schlagartig ansteigen würden.

Vor allem die Tatsache, dass der Toptorjäger eine Ausstiegsklausel in Höhe von lediglich rund 20 Millionen Euro besitzt, macht ihn so attraktiv. Sein aktueller Marktwert wird dagegen auf 40 Millionen Euro taxiert.

Für die Verantwortlichen ein interessantes Zahlenspiel: Der FC Bayern könnte Guirassy im Sommer quasi für eine Netto-Ablöse von Null verpflichten. Der Grund liegt darin begraben, dass Ex-FCB-Campus-SpielerJoshua Zirkzee in der Serie A kurz vor einem Wechsel zum AC Milan steht. Die Rossoneri wollen den 23-jährigen Niederländer für die festgeschriebene Ablöse von 40 Millionen Euro vom FC Bologna verpflichten. Nach übereinstimmenden Medieninformationen kassieren die Bayern dank einer Weiterverkaufsklausel 50 Prozent von dieser Summe. Das Geld könnte man direkt in eine Verpflichtung von Guirassy reinvestieren.

Das Zahlenspiel ist nur zu verlockend. Ob Kompany allerdings tatsächlich diesen Systemwechsel plant, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten noch zeigen. Eine andere Lösung wäre natürlich Zirkzee selbst, den der FCB per Rückkaufklausel für kolportierte 20 Millionen Euro verpflichten könnte. Es gibt dabei mehrere Abwägungen, die beachtet werden müssen: Das (Zukunfts-)Potenzial der Spieler, Zirkzee ist mehr als fünf Jahre jünger. Die finanzielle Seite der Transfers.

Es bleibt spannend an der Säbener Straße.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

Ein Kommentar zu “FCB-Systemänderung bei Kompany: Kommt dafür Guirassy als „Schnäppchen“?

  1. Interessantes Gedankenspiel.
    Plant Kompany tatsächlich einen „Systemwechsel“? Könnte sein, muss aber nicht.

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