Es wäre naiv zu denken, dass ein neuer Trainer des FC Bayern alle Zeit der Welt bekommt, um in Ruhe eine schlagkräftige Truppe aufzubauen, die in Europa alles kurz und klein schießt. Dies weiß natürlich auch Vincent Kompanys, der vor knapp einer Woche einen 3-Jahresvertrag an der Säbener Straße unterzeichnet hat. Nach der ersten titellosen Saison seit 2011/12 soll der Belgier den deutschen Rekordmeister wieder auf die Erfolgsspur zurückführen. Das verdeutlicht nun auch der ehemalige CEO des FCB Kalle Rummenigge.
Rummenigge, der nach seinem Rücktritt als FCB-Vorstandsvorsitzender 2021 seit Juni 2023 im Aufsichtsrat des FC Bayern sitzt und nicht zuletzt deswegen weiterhin großen Einfluss im Verein besitzt, macht deutlich, dass von Kompany sofort Titel erwartet werden: “Ich wünsche ihm viel Erfolg, weil wenn du ein Jahr als Bayern München keinen Titel holst, ist es schon ein Jahr zu viel”, so Rummenigge gestern bei einer Veranstaltung in Bielefeld.
Aus Sicht des 68-Jährigen weiß Kompany aber bestens mit dieser Situation umzugehen: “Der hat Fußball gespielt bei Manchester City. Dann weiß er, was Druck ist.” Der neue Bayern-Trainer wechselte 2008 vom Hamburger SV zu Manchester City, wo er in elf Jahren etliche Titel gewann, unter anderem viermal die englische Meisterschaft.
Laut Rummenigge ist vor allem FCB-Sportvorstand Max Eberl von Kompany überzeugt: “Max Eberl ist von diesem relativ jungen und auch nicht sehr erfahrenen Mann überzeugt. Er vertritt, glaube ich, die richtige Philosophie.”
Auch Pep Guardiola, der ehemalige Trainer von Bayern und aktuelle Trainer von Manchester City, mit dem Rummenigge seit seinen Münchner Zeiten befreundet ist, hat ebenfalls sein Vertrauen in die Fähigkeiten von Kompany ausgesprochen. Dazu Rummenigge: “Er sagte, er ist überzeugt, dass er ein spannender Trainer ist. Man darf nicht vergessen, dass Bayern München relativ offensiven und dominanten Fußball spielt. Diese Philosophie vertritt er.”
FC Bayern Total:
Ein bisschen erinnert die Situation an 2011: Die BL-Saison konnte man gerade noch auf einem dritten Platz beenden und mit Jupp Heynckes kam ein zwar bekannter, aber neuer Trainer. Der Erfolgsdruck war sofort riesig, nicht zuletzt wegen des anstehenden Finale dahoam. Der Kader wurde unter anderem mit Manuel Neuer und Jerome Boateng (von ManCity!) aufgerüstet. Man musste damals sogar in die Qualifikation für die CL-Gruppenphase – am Ende der Saison stand man mit drei zwei Plätzen da: Die Vize-Bayern.
Wäre schön, wenn Vincent mit seiner Truppe gleich eine damalige Spielzeit überspringen könnte … im Jahr nach dem Finale dahoam holten Jupps Mannen bekannterweise das erste Triple der Vereinsgeschichte!

Der Karlheinz hat mich zuletzt auch mehrere Male gehörig genervt. Für diese Aussagen verdient er aber nicht den Shitstorm der Fans in den Social Media. Er spricht nur die simple Realität aus.
Und die Anhänger, die ihn jetzt kritisieren, sind ws. die ersten, die Vincent in die Wüste schicken wollen, wenn mal 1, 2 Spiele nicht gewonnen werden …