Sehr vernünftig: FCB-Innenverteidiger Minjae Kim wurde nicht in den Kader der koreanischen Nationalmannschaft für die bevorstehenden WM-Qualifikationsspiele in Singapur (6. Juni) und gegen China (11. Juni) berufen.
Dazu Südkoreas Interimstrainer Kim Do-hoon (der Nachfolger von Jürgen Klinsmann): “Minjae Kim hat darum gebeten, von der Liste gestrichen zu werden, da sich sein kürzlich verletzter linker Knöchel noch nicht vollständig erholt hat, was seine Teilnahme am normalen Training und an Spielen einschränkt.”
Ein äußerst vernünftiges Vorgehen: Minjae hatte im letzten Sommer, als er von Napoli zum deutschen Rekordmeister wechselte, aufgrund eines zu absolvierenden Militärdienstes in seiner Heimat überhaupt keine Sommerpause. Beim FCB wurde er dennoch sofort zum Stammspieler und musste quasi die gesamte Hinrunde durchspielen, weil seine Kollegen Matthijs de Ligt und Dayot Upamecano abwechselnd ausgefallen sind. Kurz vor Weihnachten wirkte er bereits völlig überspielt.
Anders als seine übrigen FCB-Kollegen – mit Ausnahme des Marokkaners Noussair Mazraoui – hatte er dann auch keine wenn auch nur kurze Winterpause, weil von Mitte Januar bis Mitte Februar die Asienmeisterschaft in Katar stattfand. Südkorea kam bis ins Halbfinale.
Nun kann sich Minjae endlich einmal von all den Strapazen erholen – und hoffentlich sehen die Bayernfans in der nächsten Spielzeit auch den Spieler, der sich über die Jahre den Spitznamen „Monster“ verdient hat und in der Saison 2022/23 der beste Verteidiger der Serie A gewesen war.
Vincent Kompany wird die südkoreanische Entscheidung sicherlich mit Wohlwollen sehen!
