Neben Shooting-Star Aleksandar Pavlovic und Toptorjäger Harry Kane zählte FCB-Winterzugang Eric Dier zu den wenigen Gewinnern unter den Bayernspielern in einer insgesamt verkorksten Saison – und das, obwohl er erst in der wesentlich schwächeren Rückrunde zum deutschen Rekordmeister gestoßen war. Trotzdem nominierte ihn nun der englische Nationaltrainer Gareth Southgate nicht für den vorläufigen 33 Mann starken Kader für die Europameisterschaft in Deutschland vom 14. Juni bis 14. Juli.
Nachdem Dier nahezu die komplette Hinrunde als Reservist bei Tottenham Hotspur verbracht hatte, etablierte sich der Winter-Transfer des FC Bayern durchaus überraschend als Stammspieler und konnte speziell in der Champions League mit starken Auftritten glänzen.
Trotzdem sieht ihn Gareth Southgate aktuell “knapp hinter den anderen Spielern, die wir ausgewählt haben.” In der Innenverteidigung der Three Lions werden voraussichtlich wieder John Stones, der allerdings bei Manchester City nur Innenverteidiger Nummer Drei ist, und Harry Maguire, der mit Manchester United nur auf dem achten Platz der Premier League landete, das Stamm-Duo bilden.
Southgate notierte definitiv, dass Dier ausgezeichnet für Bayern gespielt hat und er wisse, dass man in München sehr zufrieden mit ihm ist. Dennoch entschied er sich gegen ihn ohne detaillierte Gründe für die Nicht-Nominierung zu nennen.
Harry Kane wurde dagegen natürlich erneut als Kapitän der englischen Nationalmannschaft nominiert, die er nun ohne seinen Kumpel Dier, mit dem er viele Jahre zusammen bei Tottenham gespielt hatte, ins Turnier führen wird. In den Gruppenspielen geht es für Kane und Co. gegen Serbien, Dänemark und Slowenien.
Der FC Bayern wird mit einem lachenden und einem weinenden Auge die Nichtnominierung einiger seiner Nationalspieler registrieren. Neben Dier wurde auch Leon Goretzka nicht vom deutschen Bundestrainer Julian Nagelsmann für das DFB-Team nominiert. Raphael Guerreiro und Serge Gnabry fallen verletzungsbedingt aus. Der 1-fache spanische Nationalspieler Bryan Zaragoza hatte natürlich aufgrund seiner geringen Spielanteile in München überhaupt keine Chance in den Kader der Selección zu rutschen.
Wie Weltmeisterschaften werfen kontinentale Turniere nicht selten im Anschluss die beteiligten Nationalspieler aus der Bahn. Dies konnte man Anfang des Jahres auch bei Minjae Kim (Asienmeisterschaft) und Noussair Mazraoui (Afrikacup) feststellen.
Trotzdem sind immer noch insgesamt dreizehn FCB-Spieler bei der EM und der Copa América beschäftigt.
