Die Rolle rückwärts beim Geschäftsverhältnis zwischen Thomas Tuchel und dem FC Bayern nimmt mittlerweile nach übereinstimmenden Medienberichten konkrete Formen an. Die (Um-)Entscheidung beim Rekordmeister, mit dem derzeitigen Trainer doch in die neue Saison zu gehen, soll sehr kurzfristig umgesetzt werden.
Nach tz-Informationen soll die Entscheidung des FC Bayern, mit Tuchel in die neue Saison zu gehen, sogar noch in dieser Woche fix gemacht werden. Obwohl Ende Februar eine Vereinbarung zwischen dem Club, vertreten durch den Präsidenten Herbert Hainer und den CEO Jan-Christian Dreesen, und dem Coach aufgesetzt wurde, sich im Sommer zu trennen, ist dies mittlerweile keine Überraschung mehr.
Nach diversen Absagen von angeblichen Wunschkandidaten arbeiten FCB-Sportvorstand Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund derzeit intensiv an einer Weiterbeschäftigung des Fußballlehrers. Die tz behauptet diesbezüglich, dass die beiden mittlerweile auch keine Rücksicht mehr auf die Bedenken der langjährigen Bayern-Bosse und aktuellen Aufsichtsratsmitglieder Uli Hoeneß und Kalle Rummenigge nehmen. Motto (endlich!!): Wenn man von einer Entscheidung überzeugt ist, muss man sie gegen alle Widrigkeiten durchsetzen.
Bei der Entscheidung, sich im Sommer nach der ersten titellosen Saison seit 2012 von Tuchel trennen zu wollen, soll Freund zwar involviert, aber weitgehend außen vor gewesen sein. Eberl trat erst am 1. März seinen Job beim Rekordmeister an. Nach übereinstimmenden Meldungen sollen Tuchel, Eberl und Freund sehr gut harmonieren und sich gegenseitig sehr wertschätzen.
Tuchel selbst lässt seit mehreren Wochen bei Pressekonferenzen durch die Blume durchklingen, dass er einer Weiterbeschäftigung gegenüber keineswegs abgeneigt ist. Doch dafür stellt er nun – auch aufgrund seiner gestärkten Verhandlungsposition – Bedingungen. Die Bayern würden den ursprünglich bis Juni 2025 laufenden Vertrag Tuchels, dessen Auflösung dem Vernehmen nach noch nicht schriftlich fixiert wurde, gerne weiterlaufen lassen. Der Coach und sein Berater fordern dagegen einen neuen Kontrakt mit längerer Laufzeit (mindestens bis 2026). Absolut nachvollziehbar, auch weil man das Image der medial in diesem Kontext angedichteten Notlösung loswerden will.
Laut dem englischen Independent fordert Tuchel zudem ein großes bzw. größeres Mitspracherecht bei Transfers. Im letzten Sommer ist er bei der Kaderplanung inmitten der Elefantenrunde mit Hoeneß, Rummenigge, Hainer und Dreesen wohl eher untergegangen. Dieses Szenario sollte ihm mit Eberl und Freund kaum wieder drohen.
