Die Suche nach dem Tuchel-Nachfolger verläuft beim FC Bayern weiterhin mehr als kompliziert. Die eigentlich nahe liegende Lösung, mit dem aktuellen FCB-Coach weiter zu machen, wird scheinbar kategorisch ausgeschlossen. Dass man sich vereinsintern auf einen nächsten Topkandidaten geeinigt hätte, ist nicht bekannt, obwohl natürlich medial unglaublich viele Namen kursieren. Einer davon ist der ehemalige Trainer von Real Madrid, Zinédine Zidane. Dieser wird immer wieder gehandelt und auch von Experten wärmstens empfohlen.
Von Sky darauf angesprochen, ob er neuer Trainer des FC Bayern wird, sagte Zidane am Rande der Formel 1 in Miami (USA) mit einem breiten Lächeln auf den Lippen: „Nein, ich werde mir erst mal das Spiel ansehen.“ Der BILD wollte der 51-Jährige derweil keine Antwort geben, diese berichtete dazu: „Sein Begleiter blockte die Frage umgehend ab, Zidane sollte nicht antworten“.
Das vom Weltmeister von 1998 erwähnte Spiel ist natürlich das CL-Halbfinal-Rückspiel am Mittwochabend zwischen Real Madrid und dem FC Bayern. Bei diesem drückt Zidane übrigens den spanischen Hauptstädtern die Daumen. Er hoffe, dass die Blancos den deutschen Rekordmeister besiegen und den Henkelpott holen, wird Zidane zitiert.
Bei Max Eberl & Co scheint Zizou sowieso keine ernsthafte Option zu sein. Vor allem deswegen, weil Zidane kein Deutsch und nicht perfekt Englisch spricht. Dabei sollte der neue Coach zumindest Englisch sprechen, hatte Eberl bei Sky jüngst vor laufenden Kameras klar gestellt.
Auf die Frage von Moderator Sebastian Hellmann, ob Zidane aus dem Rennen wäre, weil er nur Französisch spreche, hatte Eberl vor dem Spiel bei Union Berlin etwas schelmisch erwidert: „Ich weiß nicht, ob er Englisch spricht.“ An der Stelle hatte sich dann Lothar Matthäus eingeschaltet und bemerkt: „Wenn Max es nicht weiß, dann hat er auch nicht mit Zidane gesprochen.“ Darauf Eberl mit einem breiten Grinsen Richtung Hellmann: „Du hast es nicht gemerkt, Lothar hat es gemerkt. So ein ausgebuffter Profi“. Auch für die Idee, dass die Gespräche über Dolmetscher laufen könnten, hatte Eberl keine Sympathien: „Wenn wir uns nicht unterhalten können, das wäre doof.“
An dieser Einstellung scheint sich auch wenig geändert zu haben. Anders wäre die eindeutige Aussage von Zidane, im CL-Halbfinale Real Madrid gegen den FCB die Daumen zu drücken, auch nicht zu verstehen. Eher unverständlich ist in diesem Kontext seine ausweichende Aussage auf die Frage nach seinen Ambitionen auf das Traineramt an der Säbener Straße. Aber was ist in dieser gesamten Causa schon normal …
Titelbild: Zidane im Trikot der Königlichen, hier erzielte er auf überragende Art und Weise den 2:1-Siegtreffer gegen Bayer Vizekusen im CL-Finale 2002.
