Auf der Spieltags-PK vor dem morgigen BL-Auswärtsspiel beim direkten Konkurrenten um die deutsche Vizemeisterschaft in Stuttgart wurde FCB-Chefcoach Thomas Tuchel zu mehreren seiner Spieler befragt. Der 50-Jährige lobt und verteidigt.
Aufgrund der Leistungskrise von Alphonso Davies spielt vermehrt der gelernte Rechtsverteidiger Noussair Mazraoui auf der defensiven linken Außenbahn. Auf die Frage, wie sich durch den Einsatz des marokkanischen Nationalspielers die Statik des FCB-Spiels verändert, antwortet Tuchel:
„Es gibt natürlicherweise weniger Flanke von links, weniger Hinterlaufen. Grundsätzlich passt es für ihn als Spielertyp. Er ist sehr spielintelligent, sehr ballsicher und zeichnet sich nicht so sehr über einen athletischen Stil aus. Wir versuchen, den linken Flügel dafür offensiv zu besetzen, dass er auch ab und zu einrücken kann. Wir müssen ihn auch morgen managen, wenn er Mittwoch voll zur Verfügung stehen soll. Er macht es sehr gut, hat großes Vertrauen in seine Fähigkeiten.“
Immer wieder wird Tuchel auch zu Leroy Sané gefragt, der gegen Madrid nicht nur wegen seines fantastischen Tors eine starke Leistung bot:
„Man versucht immer eine Bindung zu den Spielern zu haben. Leroy trainiert seit sieben, acht Wochen mit Schmerzen, stellt sich aber immer zur Verfügung. Er hat eine hohe Toleranz, da gebührt ihm der größte Respekt. Er ist jemand, der Gegner dominieren kann, nicht nur mit Talent, sondern auch mit Physis. Das fehlt ihm ein bisschen, weil er nicht richtig trainieren kann. Wir werden ihn weiter unterstützen und pushen.„
Der Bayerntrainer zu Minjae Kim, der im Halbfinal-Hinspiel insgesamt eine gute Zweikampfquote hatte, aber leider zweimal verhängnisvoll patzte:
„Wir haben schon gesprochen, die Situationen waren eindeutig. Es gibt mehr Verteidigungsoptionen, als immer gierig zu sein. Er ist jemand, der sehr aggressiv verteidigen möchte, darüber definiert er sich. Die Fehler sind in einem guten Antrieb passiert. Es ist einfach, ihn weiter zu unterstützen. Er hatte bei Union ein absolutes Topspiel und gute Minuten gegen Arsenal, hat auch gut trainiert. Er bekommt weiter unsere volle Unterstützung und hat unser Vertrauen. Es gibt eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass er morgen spielt. Matthijs ist nicht dabei, Upa hat auch wieder etwas gespürt, es kann sein, dass nur zwei Innenverteidiger zur Verfügung stehen morgen.„
