FCB-Legende Thomas Müller: Selbstkritisch und volle Unterstützung für Tuchel

Bei der 34-jährigen noch aktiven FCB-Spielerlegende Thomas Müller scheiden sich mittlerweile die Geister der Fans des Rekordmeisters: Die einen würden ihn gerne sofort in Fußballrente schicken, die anderen schimpfen auf Thomas Tuchel, wenn dieser ihrem Liebling nicht genügend oder – wie zuletzt gegen Arsenal geschehen – gar keine Einsatzminuten gibt. Müller selbst sieht das sehr vernünftig und pragmatisch.

Beim gestrigen BL-Auswärtsspiel des FC Bayern bei Union Berlin (5:1) stand Müller wieder einmal in Tuchels Startelf und rechtfertigte dieses Vertrauen mit einem Doppelpack. Dennoch äußerte sich der Weltmeister von 2014 nach der Partie sehr selbstkritisch.

Im Herbst seiner Karriere hat Louis van Gaals „Thomas Müller spielt immer“ von 2009 die Gültigkeit verloren. Unter dem aktuellen Cheftrainer Tuchel findet er sich bei den ganz großen Matches regelmäßig auf der Bank wieder, nicht zuletzt weil Jamal Musiala im offensiven Mittelfeld den Vorzug erhält. Aufgrund der Personalsorgen im Angriff des Rekordmeisters durfte der Titelsammler dennoch in den vergangenen neun Bundesligaspielen starten.

Mit seinem gestrigen Doppelpack bei den Köpenickern schraubte der 34-Jährige seine Ausbeute aus den vergangenen sechs Spielen auf fünf Tore. Im Interview mit Sky gab er jedoch zu, unzufrieden aus Berlin abzureisen – denn seine Leistung darüber hinaus sei ausbaufähig gewesen: „Heute war es im Spiel nicht so leicht für mich.“ Das habe auch Cheftrainer Thomas Tuchel erkannt, merkte Müller mit einem Augenzwinkern an: „Er hat gesagt, die Tore waren super, aber den Rest des Spiels hat er leider auch beobachtet. Dann haben wir beide gelacht.“

Auf die Frage, ob er sich künftig in der Startformation sieht oder wieder auf die Bank ausweichen muss, antwortete Müller gemäß kicker: „Das ist völlig egal. Wichtig ist, dass wir eine Mannschaft bringen, die gewinnt. Wer welche Minuten sammelt, ist völlig egal.“

Für sein häufig kritisierten Trainer zeigt Müller großes Verständnis, Tuchel müsse regelmäßig „zähe Entscheidungen“ treffen: „Manchmal bin ich dabei, manchmal nicht – und wenn ich von der Bank komm, dann werf ich auch alles rein.“ Schließlich ist die Hoffnung groß, das Champions-League-Finale im Wembley-Stadion zu erreichen. Dafür braucht es Geschlossenheit und Teamgeist, den der FC Bayern in den vergangenen Pflichtspielen endlich wieder beeindruckend verkörpert.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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