Mit überragenden 23 Torbeteiligungen in 37 Spielen ist der niederländische Nationalspieler Jeremie Frimpong aktuell wohl der torgefährlichsten Außenverteidiger in Europa. Der 23-Jährige vom frischgebackenen Meister Bayer Leverkusen hat sich mit seinen starken Leistungen in den Fokus vieler Top-Klubs gespielt, auch dem FC Bayern wird schon seit einiger Zeit ein Interesse nachgesagt (dazu unten anhängend ein Beitrag vom Dezember 2023).
BILD-Fußballchef Christian Falk schreibt in seiner Kolumne für CaughtOffside nun, dass der deutsche Rekordmeister – neben Manchester United und Real Madrid – sein Interesse bereits bei der Spielerseite hinterlegt hat. Die FCB-Verantwortlichen sollen sich zudem “bereits in konkreten Gesprächen” mit dem Management des Niederländers befinden.
Auch wenn der Rechtsverteidiger vertraglich noch bis 2028 an Leverkusen gebunden ist, kann dieser die Werkself im Sommer dank einer Ausstiegsklausel vorzeitig verlassen. Diese soll 40 Millionen Euro betragen, was mit Blick auf seine Saisonleistungen und angesichts der aktuellen Transfersummen fast schon als „Schnäppchen“ zu bezeichnen ist. Sein Marktwert wird konservativ auf 50 Millionen Euro taxiert.
Laut Falk wird sich die sportliche Zukunft von Frimpong kurzfristig klären. Grund: Der niederländische Nationalspieler muss seine Klausel vor der Fußball-EM ziehen.
Sollten die Bayern tatsächlich Frimpong holen, wird es im Sommer auf der rechten Abwehrseite wohl zu Abgängen kommen. Mit dem derzeit verletzten Winterzugang Sacha Boey und Noussair Mazraoui verfügt man bereits über zwei etatmäßige Rechtsverteidiger. Leihgabe Josip Stanisic soll am Ende der Saison wieder von Leverkusen nach München zurückkehren.
Konrad Laimer und Joshua Kimmich haben diese Position auch schon ausgefüllt bzw. ist der deutsche Nationalkicker der aktuelle FCB-Stammspieler auf dieser Position. Allerdings erscheint seine Zukunft aktuell völlig unklar, er selbst möchte die Trainerentscheidung des Rekordmeisters abwarten.
Als logischer Abgang erscheint derzeit auf alle Fälle der marokkanische WM-Vierte von 2022 Nous Mazraoui. Grundsätzlich ein toller technisch starker Fußballspieler. Aber aus diversen Gründen steht er nur sehr unregelmäßig zur Verfügung. Verletzungen, Krankheiten – aber auch Probleme mit politischen Statements und zuletzt wohl auch weniger leistungsfähig, weil er als streng gläubiger Muslim die Regeln des Ramadan strikt eingehalten hatte, wie Thomas Tuchel auf der PK nach dem Köln-Spiel angedeutet hat. Darf er, aber für einen professionellen Verein ist so etwas schwierig. Von bisher möglich 63 BL-Spielen hat er lediglich 35 und diese nicht selten als Teilzeitkraft für den FCB bestritten. Eigentlich sehr schade.
Ganz ehrlich: Der Jeremie Frimpong der Saison 2023/24 ist ein Upgrade zu allen genannten FCB-Spielern! Und man sollte als FC Bayern auch wieder an alten Vorurteilen arbeiten …
Als Beweis, dass der FCB schon ziemlich lange am niederländischen Nationalspieler dran ist:
