Das von Schiedsrichter Glen Nyberg nicht geahndete Handspiel im Champions-League-Duell zwischen Arsenal und dem FC Bayern erhitzt weiterhin die Gemüter. Laut Regelwerk hätte dem deutsche Rekordmeister ohne Wenn und Aber ein Elfmeter zugesprochen werden müssen. Nun äußert sich Arsenals Trainer Mikel Arteta – und zwar äußerst speziell.
Hinsichtlich des Regelwerks im Fußball war es eine völlig klare Szene im Spiel zwischen Arsenal und Bayern. Erst gab es einen Pfiff von Schiedsrichter Glen Nyberg, dann spielte David Raya das Leder zu Gabriel und der wiederum nahm das Spielgerät in die Hand. Diese Unbedarftheit des Brasilianers hätte sofort zu einem Handelfmeter für Bayern führen müssen. Ein mögliches 3:1 wäre möglicherweise die Vorentscheidung in der Partie, wenn nicht im gesamten CL-Viertelfinal-Duell gewesen.
Sämtliche FCB-Profis protestierten sofort leidenschaftlich, der schwedische Schiedsrichter verweigerte jedoch den fälligen Elfmeter – und gab später die dubiose Erklärung, dass er in einem Spiel dieser Bedeutung keine solche Entscheidung wegen eines „Kinderfehlers“ treffen würde. Laut Ex-FIFA-SR Manuel Gräfe würde diese abenteuerliche Begründung die Bayern sogar dazu berechtigen, einen Protest – gegen die Spielwertung – einzulegen. Werden die Verantwortlichen des FCB aber natürlich nicht tun.
War Herr Nyberg schon auf einem abenteuerlichen Erklärungspfad, toppt dies Arsenal-Coach Mikel Arteta vor dem Duell der Gunners gegen Aston Villa am Sonntagabend sogar noch: „Mir ist die Geschichte mit dem Handspiel von Gabriel aufgefallen, vor allem nachdem es eine gewisse Reaktion von Bayern gab.“ Dann lobte er Nyberg ausdrücklich: „Die Schiedsrichter haben sich an die Regeln gehalten und die Regeln sagen, man soll seinen gesunden Menschenverstand einsetzen.“
Der Schelm Arteta betrachtet folglich eine Aussetzung einer klaren Fußballregel dann als „gesunden Menschenverstand„, wenn sie zum Vorteil seiner Mannschaft bewusst falsch ausgelegt wird und erklärt den Regelbruch zur neuen gültigen Regel.
Regeltechnisch ist dies allerdings ein kompletter Irrglaube des Spaniers. Die Schweizer Schiedsrichter-Legende Urs Meier stellte daher bei Sport 1 klar: „Die Spieler entscheiden das Spiel. Wenn die Spieler die Regeln nicht kennen, kennen sie die Regeln nicht. Dann müssen sie eben die Regeln lernen.“ Und letztendlich auch ihr Coach. Sonst wird es noch peinlicher …

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