„Große Investitionen“ – die FCB-Pläne für ein großes aber auch vernünftiges Comeback

Kommentar zu einem kicker-Beitrag

Auch wenn noch Resthoffnungen in der Champions League bestehen, spielt der FC Bayern insgesamt eine enttäuschende Saison – begleitet von chaotischen Nebenschauplätzen. Jedoch wäre der Rekordmeister nicht der Rekordmeister, wenn nicht bereits jetzt fieberhaft geplant werden würde, wie man in der nächsten Spielzeit mit aller Macht zurückschlagen kann. Dazu sollen große Investitionen in den Kader geplant sein.

Dies berichtet nun der kicker. Demnach soll es aber auch zu Verkäufen von arrivierten Spielern kommen. Keine wirklich neue Information, Max Eberl hat dies schon vor ein paar Wochen anklingen lassen.

Laut kicker wird der FCB-Aufsichtsrat “peinlichst genau darauf achten”, dass kein Geld unvernünftig ausgegeben wird, wie dies in der jüngeren Vergangenheit geschehen sei. Als Beispiel wird der Transfer von Lucas Hernández genannt. Der damalige Weltmeister wurde 2019 für die festgeschriebene Ablösesumme von 80 Millionen Euro von Atlético Madrid verpflichtet. Hauptverantwortlich für den Deal war der damalige Sportdirektor Hasan Salihamidzic. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass jener Deal vor fünf Jahren als Statement-Transfer gefeiert wurde. Erst die unglückliche FCB-Geschichte (zahlreiche schwere Verletzungen) und der bittere Abgang des jetzigen PSG-Profis riefen die Kritiker so zahlreich auf den Plan.

Insgesamt befänden sich die aktuellen Verantwortlichen “nach wie vor in der Korrektur der wirtschaftlichen Handlungen” der alten Führung. Neben Salihamidzic, der ein Jahr später sogar zum Sportvorstand befördert wurde, ist damit sicherlich auch der ehemalige Vorstandsvorsitzende Oliver Kahn gemeint.

Diese Korrektur soll sich künftig auch bei möglichen Vertragsverlängerungen widerspiegeln. Der erste Spieler, der dies aktuell zu spüren bekommt, ist Alphonso Davies. Sein Berater Nick Huaseh fordert angeblich ein Jahresgehalt von 20 Millionen Euro, die Bayern bieten aber nur 13 Millionen Euro. Die Verträge von Joshua Kimmich und Leroy Sané laufen wie der von Davies auch im Sommer 2025 aus und Verhandlungen stehen an. Auch diese beiden Nationalspieler könnten bald mit dem neuen Sparkurs bei Gehältern konfrontiert werden.

FC Bayern Total:

Wenn die Informationen des kicker der Realität entsprechen, werden Eberl & Co einen extrem anstrengenden Transfer-Sommer vor sich haben. Zum einen möchte man mächtig investieren – wohl in hohe Transfer-Ausgaben, zum anderen aber bei den Gehältern maßvoller sein. Ob dieser Weg gelingen kann, werden auch die allgemeinen Marktbedingungen bestimmen. Aber Max Eberl hat sowieso angekündigt, dass künftig nur noch Spieler für den FCB auflaufen sollen, die stolz darauf sind, das Logo des Rekordmeisters zu repräsentieren. Tun Spitzenprofis das auch für weniger Geld?

Man kann außerdem nur hoffen, dass der Transfersommer 2024 des FC Bayern von Anfang bis zum Ende professionell durchgezogen wird. Die letztjährige Elefantenrunde war so stolz auf die ersten gelungenen Deals und vor allem die Verpflichtung von Harry Kane, dass man die letzten zwei Wochen fast schon stümperhaft in den Sand gesetzt hat. Hauptleidtragender war Thomas Tuchel. 2023 hatte der mächtige FCB-Aufsichtsrat ein Rekord-Transfer-Budget von netto(!) 150 Millionen Euro frei gegeben. Nach dem katastrophalen Deadline Day konnte man jedoch sogar ein Transfer-Plus aufweisen. Kaufmännisch hervorragend, sportlich – und das ist der eigentliche Maßstab an der Säbener Straße – ein Desaster!

Langweilig wird es jedenfalls an und um die Säbener Straße herum niemals.


Titelbild: Die CL-Sieger 2020. Nächstes Jahr steht das nächste Finale dahoam an …

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

2 Kommentare zu „„Große Investitionen“ – die FCB-Pläne für ein großes aber auch vernünftiges Comeback

  1. Einfach mal meine Meinung zu einem generellen Thema, welches mir wirklichbi Magen liegt…🙄. Vielleicht seht ihr es ja ähnlich. Ich mag eure Seite sehr sehr gerne, sie hebt sich von allen anderen mehr als deutlich positiv ab. Kompliment und macht weiter so…👍👏

    Meine Gedanken…:

    Des FCB größten Gegner!🤷‍♂️

    Liebe FCB-Gemeinde, ich möchte euch wirklich mal bitten, nicht jede noch so reißerische „Sensationsmeldung“ gleich für die „Wahrheit und nichts als die Wahrheit“ zu halten.🙈.

    Ich muss immer häufiger feststellen, dass jede noch so unglaubwürdige Meldung unseres Boulevard oder Sportmedien hier und in anderen verschiedenen Gruppen sofort als „Wahrheit“ aufgefasst wird und dementsprechende Beiträge und Kommentare verfasst werden.

    Die Medien, welcher Art auch immer, finanzieren sich u.a. von solchen Meldungen… je mehr Klicks auf den Bericht, um so mehr Taler in der Kasse… da ist es vollkommen egal, ob die Meldung wahr ist oder nicht. Das hat mit echtem Journalismus (recherchieren von Aussagen der Beteiligten und Faktensuche) nullkommanull zu tun.

    Das solltet ihr wissen und bedenken!

    Meist erkennt man doch schon in diesen Überschriften den Unterschied zwischen Wahrheit und Gerüchten, Lügen, Halbwahrheiten…
    Sind Worte wie „soll“, „wohl“, „eventuell“ usw. in der Überschrift, wurde gar nicht recherchiert.🤷‍♂️

    Aus diesem Grund sind für mich die größten Gegner unseres Vereins die (unsachlichen) Medien, aber auch die eigenen Fans, die mit / bei solchen Meldungen abgehen wie eine Rakete und einen shitstorm in den eigenen Reihen entfachen🙈.

    Bayernfans gibt es überall auf diesem Erdball (nein, das Gerücht stimmt nicht, dass die Erde eine Scheibe ist😉).
    Egal ob wir Weiß, Schwarz, Rot, Gelb und manchmal auch blau🍻 sind…. eines haben wir alle Gemeinsam: Unsere Liebe und Stolz zu diesem unseren Verein… dem FC Bayern München❤️🤍.

    Also lasst uns nicht mehr untereinander zerfleischen, beleidigen mobben etc.

    1. Hallo Michael,

      herzlichen Dank für das große Lob.

      Grundsätzlich geben wir dir bei deiner Kritik absolut recht – auch wenn der ganze Sachverhalt – aus Journalisten-Sicht – etwas anders aussieht bzw. komplexer ist:

      (Fast) Alle Medien finanzieren sich über Auflagen und somit natürlich auch über Clicks (Abonnements schließt fast niemand ab).
      BILD & Co haben jahrzehntelange Erfahrung, wie man am besten an Clicks kommt: Es muss reißerisch sein, provokativ, sogar hetzerisch, menschenverachtend … genau DAS liebt eine Vielzahl (die Mehrheit?) der Leser.
      Glaub uns: Die schönsten, am besten recherchierten POSITIVEN Beiträge auf unserer Seite werden mit Abstand am wenigsten gelesen.
      Das heißt dass sich die von dir zurecht kritisierten Medien ausschließlich an den Bedürfnissen der Leser orientieren. Wären diese etwas „niveauvoller“, würde sich auch der Journalismus wieder „zum besseren“ ändern. Das wird leider aber nicht (mehr) pasieren – eher im Gegenteil!

      Und natürlich werden die meisten Beiträge nicht selbst recherchiert. Das geht – gerade bei kleineren Teams und ihren Möglichkeiten – gar nicht. Aber auch die „Großen“ (kicker, Sport1, SportBILD, Sky) befruchten sich gegenseitig. Das ist auch das Erfolgsgeheimnis von Fabrizio Romano. Deswegen sind aber die von dir erwähnten Konjunktive (Soll, wohl, eventuell etc etc) definitiv noch wesentlich seriöser als wenn dies als „absolute Wahrheit“ dargestellt wird.

      Mit den Fans hast du natürlich auch recht: Die brauchen aber häufig nicht einmal solche Meldungen, sondern haben ihr eigenes „Lynchsystem“, wenn sie meinen, mit den Protagonisten des eigenen Vereins abrechnen zu müssen. Die Social Media machen das möglich. Das weiß der Boulevard und bedient diese „Wutfans“, die sich durch diese Bestätigung noch weiter ermutigt sehen.

      FC Bayern Total greift all die heiß diskutierten Themen auch auf, versucht dabei aber immer auch, spezielle Thesen und Gerüchte korrekt einzuordnen. Auch wenn es nicht immer einfach ist (weil man auch mal selbst enttäuscht ist), versuchen wir unseren Herzensverein, seine Spieler und Protagonisten zu schützen, zu verteidigen …
      Im Vergleich zu anderen sogenannten ist dies wirklich eine FANSEITE – mit Herz und Seele!

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