Alphonso Davies wird seit geraumer Zeit medial beharrlich mit einem Wechsel zu Real Madrid in Verbindung gebracht. Auch wenn sein Berater Nick Huoseh erst kürzlich dementiert hat, dass es eine Einigung mit den Königlichen gäbe, reißen die Gerüchte nicht ab. Wie nun berichtet wird, sollen die Madrilenen bei Davies allerdings äußerst sparsam im Hinblick auf die Ablöse sein.
Der Vertragspoker zwischen den Bayern und Alphonso Davies scheint in der heißen Phase zu sein. Der kanadische Nationalspieler hat laut FCB-Sportvorstand Max Eberl von Münchner Seite ein “sehr wertschätzendes” Angebot” vorliegen. Der Linksverteidiger zögert jedoch, den neuen 5-Jahresvertrag zu unterschreiben.
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge liegt dies vor allem an den finanziellen Eckdaten. Während der FCB rund 14 Millionen Euro anbieten soll, fordert die Spielerseite – in Person von Huoseh – angeblich knapp 20 Millionen.
Gemäß den Regeln im Profi-Fußball seit knapp 30 Jahren: Kommt es zu keiner Verlängerung, trennen sich höchstwahrscheinlich die Wege im Sommer. Denn die Bayern-Verantwortlichen schließen einen ablösefreien Abschied 2025 kategorisch aus.
Auch wenn sich Real Madrid höchst interessiert am 23-Jährigen zeigt, gab es bislang keinerlei Verhandlungen zwischen den Vereinen, eine Einigung im Sommer scheint aktuell eher unwahrscheinlich. Nach Informationen von Sky fordern die Bayern zwischen 50-60 Millionen Euro für den Außenverteidiger. Zu viel für Madrid. Laut dem spanischen Transfer-Insider Josep Pedrerol soll die finanzielle Schmerzgrenze von Madrid gerade einmal bei vergleichsweise lächerlichen 20-25 Millionen Euro liegen. Mit Blick auf den aktuellen Marktwert von 70 Millionen Euro ein absoluter Dumping-Preis – wenn die spanische Information der Realität entspricht, eine Unverschämtheit.
Allerdings haben die Bayern keine besonders gute Ausgangslage im Gehalts- und Ablöse-Poker. Davies soll angeblich bereit sein, seinen Vertrag beim FCB auszusitzen und erst 2025 nach Madrid zu wechseln. Wahrscheinlich sogar das Wunschszenario der spanischen Hauptstädter.
Phonzie Davies äußert sich in der Öffentlichkeit insgesamt wenig. Es ist nicht bekannt, ob er tatsächlich Berater-gesteuert ist, nach einem ablösefreien Wechsel ein riesiges Gehalt in Madrid erwartet oder schlichtweg mit aller Macht einen zeitnahen Transfer nach Madrid fast schon erpressen will. Eines sollte ihm jedoch glasklar sein: Das Verhalten des deutschen Rekordmeisters inklusive des langfristigen Vertragsangebots zu erheblich verbesserten Konditionen zeigt ihm gegenüber wesentlich mehr Wertschätzung als das Dumping-Angebot-Geschachere der Madrilenen.

Ein Kommentar zu “„Wertschätzung à la Madrid“: Willst du wirklich da hin, Phonzie?”