Längst ist man es gewohnt, dass sich der frühere FCB-Trainer Felix Magath (Juli 2004 – Januar 2007) in scharfen Tönen zu den Geschehnissen um den FC Bayern und seine Spieler äußert. So auch dieses Mal bei Sky auf die Debatte angesprochen, ob nach der aktuellen Adduktoren-Verletzung von Manuel Neuer nicht doch Marc-André ter Stegen als Nummer 1 in die Heim-EM starten sollte. Dazu der 70-Jährige: „Die Diskussion ist schon lange völlig daneben„. Die anschließende Ausführung überrascht dann allerdings.
„Neuer hatte einen großen Anteil daran, dass Deutschland 2014 Weltmeister geworden ist. Er hat außergewöhnliche Fertigkeiten und Fähigkeiten. Ich frage mich, warum man so einen Mann überhaupt infrage stellt„, so der Europapokalsieger von 1983.
Magath zog in diesem Zusammenhang einen Vergleich zu Italiens ehemaliger Torhüter-Ikone Gianluigi Buffon: „In Italien wurde Buffon nie angezweifelt, egal wie alt er war. Die Position des Torhüters ist eine, auf der man durchaus einen erfahrenen Mann sehr gut gebrauchen kann„.
Neuer hat sich im Training bei der Nationalmannschaft einen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich zugezogen und steht deshalb für die Länderspiele heute in Frankreich und am Dienstag gegen die Niederlande nicht zur Verfügung.
FCB-Torwarttrainer Michael Rechner zur derzeitigen Situation des fünffachen Welttorhüters: „Der Zeitpunkt ist unglücklich. Aber grundsätzlich ist es nur eine kleine Verletzung. Er ist in Behandlung und auf einem guten Weg. Die Verletzung ist nichts Dramatisches. Er kommt schnell wieder zurück. Gegen Dortmund kann es natürlich sehr, sehr eng werden. Aktuell gehe ich davon aus, dass es wahrscheinlich nicht reichen wird für Dortmund„.
Zurück zu Magath: Der Bayernfan ist tatsächlich ziemlich sprachlos, dass der Quälix, wenn es um seinen früheren Verein geht, doch noch argumentativ positiv überraschen kann. Denn in dieser Sache hat er sicherlich absolut recht.
Titelbild: FCB-Double-Trainer Felix Quälix Magath 2006.
