Beitrag und Kommentar von Petersgradmesser
Wie bei Leroy Sané und Alphonso Davies läuft auch bei Joshua Kimmich der Vertrag an der Säbener Straße im Juni 2025 aus. Bei allen drei FCB-Spielern gibt es folglich medial mehr oder weniger viele Wechselgerüchte. Nun bezieht Joshua Kimmich im Interview mit der Welt am Sonntag zu seiner Situation Stellung.
Der 29-Jährige, der nunmehr seit neun Jahren Stammspieler beim Rekordmeister ist: „Für mich ist die Situation sehr klar. Ich habe noch über ein Jahr Vertrag, weshalb ich da entspannt bin. Stand jetzt ist ja noch offen, wer ab Sommer unser neuer Trainer ist. Das ist natürlich schon sehr interessant und wichtig zu wissen, wer das wird„, so Kimmich, der seine Zukunftsentscheidung also auch daran knüpft, wer Nachfolger von Thomas Tuchel wird. Sané kommuniziert das ganz ähnlich, beim leider etwas Berater-gesteuerten Davies scheint die Sachlage etwas anders zu sein.
Kimmich geht es aktuell „erst einmal darum, die Saison noch so positiv wie möglich zu gestalten, in der Bundesliga und in der Champions League. Dann kommt noch die EM. Das sind die Dinge, die zählen.“
Sky berichtete zuletzt, dass Kimmich beim FCB „definitiv ein Verkaufskandidat“ für diesen Sommer sein soll. Es heißt auch, dass Kimmich selbst offen wäre für einen Abgang aus München. Dafür müsste aber alles passen.
Gespräche zwischen Kimmich und dem FC Bayern bezüglich einer Verlängerung des 2025 auslaufenden Vertrags soll es unterdessen immer noch nicht gegeben haben. Dass Kimmich und der deutsche Rekordmeister sich im Sommer trennen könnten, soll daran liegen, dass Aleksandar Pavlovic im Mittelfeld die Zukunft gehöre und die Münchner obendrein angeblich einen weiteren Sechser verpflichten möchten.
Wer jedoch genau bei Kimmich und auch bei Leroy Sané hin hört, der kann bei beiden eine eindeutige Bereitschaft erkennen, weiterhin für den Rekordmeister die Fußballstiefel zu schnüren. Es geht natürlich wie immer auch um – viel – Geld. Nicht zuletzt geht es aber ganz offensichtlich auch darum, wie der neue Trainer mit den Spielern in der Zukunft plant. Aus Spielersicht mehr als nachvollziehbar.
Der absolute Trainer-Favorit an der Säbener Straße ist Leverkusens aktueller Erfolgstrainer Xabi Alonso. Es deuten viele Anzeichen darauf hin, dass sich die FCB-Verantwortlichen auf ihn geeinigt haben, ihn aber bei der Beendigung seiner wahrscheinlich sehr erfolgreichen Saison ausgerechnet beim derzeit großen deutschen Rivalen des Rekordmeisters nicht stören wollen. Hinsichtlich des Kaders für die nächste Saison, vor allem was die eigenen Wechselkandidaten betrifft, durchaus ein Spiel mit dem Feuer. Es sei denn, dass alle involviert sind und geduldig mitspielen. Bei der riesigen Anzahl an Maulwürfen an der Säbener Straße auf alle Fälle höchst risikoreich.
