Auch in der Trainerfrage: Magaths Dauerkrieg gegen den FC Bayern

Seit dem für den Sommer verkündeten Aus von Thomas Tuchel vor knapp einem Monat ist der FC Bayern laut Medien auf Trainersuche. Als absoluter Top-Kandidat gilt Bayer Leverkusen Trainer Xabi Alonso. Obwohl es gewisse Indizien gibt, dass die tatsächliche Suche des Rekordmeisters bereits abgeschlossen ist, äußert nun der frühere FCB-Coach Felix Magath (2004 – Januar 2007) seine Zweifel, dass ein Wechsel Xabis an die Säbener Straße wirklich stattfinden wird. Ein dem FCB und seinen Fans lieb gewordener alter Bekannter unterstützt ihn in dieser Sichtweise.

Den wahrscheinlich künftigen Double-Trainer Xabi lobt Magath bei Sky zunächst über die Maßen: “Ich halte ihn nicht nur für einen sehr intelligenten Fußballspieler, sondern auch für einen sehr intelligenten Menschen“.

Daraus schließt der frühere HSV-Spieler, dass der 42-Jährige weiterhin in Leverkusen bleiben wird, weil die jetzige Aufgabe und die in München nämlich “eine andere Welt” seien. Hierzu will der 70-Jährige wissen, dass Xabi bei Bayern nicht den Handlungsspielraum bekommen wird, den er zurzeit in Leverkusen genießt. Auf die Frage ob die Bayern mit Zugeständnisse für Alonso kommen würden, musste Magath nur lachen: “Das wäre mal was Neues bei den Bayern, da würde ich mich freuen”.

Unterstützung erfährt der frühere Medizinball-Spezialist von seinem Sky-Kollegen Didi Hamann, ebenfalls ein früherer Angestellter des Rekordmeisters mit einem mittlerweile äußerst gestörten Verhältnis zum Ex-Klub. Dieser versucht sich einmal mehr als Insider zu profilieren: “Ich halte es für fast ausgeschlossen, dass die Vereine nicht wissen, was Sache ist und ich tendiere auch stark dazu, dass er dableibt”.

Weiter geht der 50-Jährige davon aus, dass Xabi den Verantwortlichen in Leverkusen etwas schuldig ist, weil die es gewesen wären, die ihm eine Chance im Profi- Fußballgeschäft gaben. Hamann ist deswegen offensichtlich felsenfest davon überzeugt, dass Xabi dankbar sein muss und dies auch beweisen wird: “So wie ich ihn kennengelernt habe, hat er das nicht vergessen”.

Da führt Sky erneut seine zwei Experten zu Felde, wenn es heißt, gegen den FC Bayern zu arbeiten und zu hetzen.

Magath lässt seit seiner Entlassung im Januar 2007 beim Rekordmeister keine Gelegenheit aus, seinen früheren Arbeitgeber schlecht zu reden. Nach zwei Doubles in Folge (Titelbild – Magath mit den Trophäen im FCB-Museum) rutschte sein Team damals in der Saison 2006/07 in eine tiefe Krise. Der Verein musste reagieren und den nicht zuletzt wegen seiner Trainingsmethoden scharf kritisierten Quälix entlassen. Dieser hinterließ seinem Vorgänger und dann wieder Nachfolger Otmar Hitzfeld die spielerisch wohl schlechteste Bayern-Mannschaft dieses Jahrtausends, letztendlich verpasste der FCB das einzige Mal seit 1996 die CL-Qualifikation.

Dass Magath dem Gentleman Xabi Alonso die Intelligenz absprechen würde, wenn dieser vom beschaulichen Leverkusen nach München wechselt, ist eine Anmaßung, die ihresgleichen sucht. Dass der frühere FCB-Spieler Xabi nicht wissen soll, was beim Rekordmeister auf ihn wartet, rundet das Ganze ab. Zudem hat der 70-jährige Sky-Experte wohl zuletzt sämtliche Pressekonferenzen mit dem Teamplayer Max Eberl geschwänzt, man gewinnt fast schon den Eindruck, Magath hat diese Personalie gar nicht mitbekommen.

Und der Didi – der bleibt eben der Didi, wenn es um bzw. gegen den FC Bayern geht. Der Trainer Xabi Alonso hat Bayer Leverkusen im Herbst 2022 auf einem Abstiegsplatz übernommen, ins Europa League Halbfinale (als CL-Absteiger) und am Saisonende erneut ins internationale Geschäft geführt. Die Bayern (Kalle Rummenigge) hatten ihren Ex-Spieler schon 2018 – ein Jahr nach seinem Karriereende als Spieler – als Co-Trainer holen wollen, der heutige FCB-Sportvorstand Max Eberl wenig später als Chefcoach nach Gladbach. Damals hatte sich Xabi diese Schritte noch nicht zugetraut. Leverkusen hatte dann mit dem Zeitpunkt seiner Anfrage schlichtweg Dusel und verdankt Xabi wie geschildert extrem viel – und nicht etwa umgekehrt, wie von Hamann behauptet. Genau deswegen gibt es zwischen Xabi und Leverkusen offensichtlich das Gentlemen´s Agreement, dass er die Werkself bei einer Anfrage aus München Richtung Süden verlassen darf.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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