Medien deuten Tuchel-Kritik an Sané an – aber stimmt das?

Nach der gestrigen Spieltags-PK mit Thomas Tuchel vor dem Bundesliga-Spiel in Darmstadt konnte man in einigen Gazetten Überschriften wie „Tuchel mit Ansage an Sané: `Er muss liefern!`“ oder „Tuchel macht Sané Druck: ´… sonst hat er keine Pause!´“ lesen. Das war auf den ersten Blick sehr überraschend, denn der FCB-Coach hatte zuletzt keine Gelegenheit ausgelassen, den deutschen Nationalspieler und dessen Einstellung in den höchsten Tönen zu loben. Was war der Grund über diesen vermeintlichen Sinneswandel?

Kurz und bündig: Es gibt keinen Sinneswandel bei Tuchel, Leroy genießt nach wie vor höchste Wertschätzung bei ihm und diese Statements wurden teilweise völlig aus dem Kontext gerissen und nicht korrekt wiedergegeben.

Der 50-Jährige wurde von einem Medienvertreter nach dem für die beiden Testländerspiele gegen Frankreich und die Niederlande gesperrten Nationalspieler gefragt, wie er ihn nun an der Säbener Straße aufbauen würde und ob es nicht sogar positiv wäre, weil der 28-Jährige zuletzt unter Knieschmerzen gelitten hatte.

Dazu Tuchel:

Mir ist am liebsten, dass er spielt und spielt und spielt. Wir müssen es gut für ihn überbrücken, er wird hier sein und trainieren, die Wehwehchen behandeln. Aber morgen muss er liefern, da geht der komplette Fokus hin.

Mit einem breiten Grinsen fügte der FCB-Coach noch hinzu: „Er muss morgen liefern, sonst muss er jeden Tag trainieren!

Wer Tuchels Ausführungen zu Leroy Sané in den letzten Wochen verfolgt hat und auch gestern die Art und Weise, wie er seinen Schützling sieht, der muss wissen, dass sich der FCB-Coach nicht ansatzweise Sorgen um ihn und seine Einstellung macht. Von Kritik waren die Aussagen meilenweit entfernt. Es ging eher in die Richtung „den Leroy muss man eher in seinem Ehrgeiz bremsen als ihn pushen!“

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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