Schon seine Leihe zum Ende der letzten Sommer-Transferperiode hatte im Umfeld des FC Bayern für viel Gesprächsstoff gesorgt. Der Ärger und das Unverständnis über diesen Deal steigerte sich von Monat zu Monat. Nun gibt der Berater von Josip Stanisic, Dieter Hoeneß, Bescheid, wo der ehemalige FCB-Campus-Spieler mit größter Sicherheit in der nächsten Saison spielen wird. Die Bayernfans wird das mehrheitlich freuen.
Da die Parteien keine Kaufoption vereinbart haben, wird es zu keinem festen Transfer kommen. „Er wird wieder zurückkehren. Er hat noch Vertrag bis 2026. Es gibt keine Klausel und keine Kaufoption für Bayer Leverkusen, sodass er im Sommer wieder beim FC Bayern sein wird„, versichert Dieter Hoeneß, Berater der Ballwerk Sports GmbH, gegenüber der BILD. Der Bruder von Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß war am Leihgeschäft von Stanisic maßgeblich beteiligt gewesen.
Stanisic kam in dieser Spielzeit für Bayer Leverkusen bislang in 23 Pflichtspielen zum Einsatz. Während der kroatische Nationalspieler zu Beginn kaum für die Werkself gespielt hat, setzt Trainer Xabi Alonso seit Mitte Dezember vermehrt in der Startelf auf ihn. So traf Stanisic am 21. Spieltag beim 3:0 Leverkusens ausgerechnet zum eminent wichtigen 1:0 gegen seinen Stammklub Bayern. „Natürlich war es ein komisches Tor„, sagte der 23-Jährige damals nach dem Spiel bei Sky. „Auch wenn man sich freut: Es tut einem auch leid, weil man weiß, wie sehr es einen auf der Gegenseite ärgert, wenn man ein Tor kassiert.“ So verzichtete der gebürtige Münchner auch auf einen Torjubel.
Der FC Bayern verzichtete indes im vergangenen Sommer, als er einer Leihe nach Leverkusen zustimmte, beim Stanisic-Deal auf eine bestimmte Klausel – zum Unmut von Thomas Tuchel. „Es gibt in England so eine schöne Regel: Wenn du Spieler ausleihst, dann können die nicht gegen dich spielen. Ich finde, das macht am meisten Sinn. Ich habe es einfach zu oft erlebt, dass ausgerechnet der Spieler daran beteiligt ist. Diese Regel gibt es in Deutschland leider nicht. Deshalb sind wir diejenigen, die heute darunter leiden„, sagte der Trainer des Rekordmeisters nach der Niederlage in Leverkusen.
In der nächsten Saison kann sich „Stani“ dann als FCB-Spieler gerne mit einem Tor an Leverkusen für diese Regel revanchieren.
