Tuchel-Nachfolger: Möchte sich Mario Basler beim FCB ins Spiel bringen?

Glosse von Petersgradmesser

Der zum Saisonende verkündete Abschied von FCB-Chefcoach Thomas Tuchel lässt die Gerüchteküche hinsichtlich seiner Nachfolge beim Rekordmeister brodeln. Laut übereinstimmenden Medienmeldungen gilt Xabi Alonso von Bayer Leverkusen als absolute Wunschlösung des FC Bayern, aber auch der Name Sebastian Hoeneß wird häufig genannt. Der Neffe von Uli Hoeneß und frühere FCB-Campus- und -Amateuretrainer hat aus dem Abstiegskandidaten VfB Stuttgart binnen elf Monaten einen Champions-League-Aspiranten geformt. Mario Basler sieht auch wegen des Einstiegs von Porsche die Chance auf nachhaltigen Erfolg – und rät Hoeneß deshalb von einem Wechsel nach München ab.

„Bei Sebastian Hoeneß muss ich sagen: Er wäre der Dümmste, wenn er von Stuttgart weggehen würde„, so der ehemalige FCB-Profi am Dienstagabend im Sport1-Fantalk. „Was er geleistet hat mit der Mannschaft, jetzt ist ein bisschen Geld da. Ich glaube, dass er da eine super ruhige Arbeit hat und die nächsten Jahre ein bisschen was bewegen kann.“

Außerdem schätzt der 55-Jährige die Chancen des FC Bayern auf eine Verpflichtung von Xabi als gering ein. Der Spanier würde sich mit der Rückkehr zum Rekordmeister „keinen Gefallen tun. Ich glaube, entweder geht er nach Liverpool, was ich mir nach Jürgen Klopp auch schwierig vorstelle. Oder Carlo Ancelotti bleibt noch ein Jahr in Madrid – und dann kommt Alonso.„

Was ein Mario Basler bei ein paar Weißbier nicht für wertvolle Ratschläge gibt! Den beiden aktuell wohl höchst gehandelten Trainern an der Säbener Straße (ist vielleicht Zinedine Zidane auch eine Option?) rät er also dringend von einem Engagement beim Rekordmeister ab. Hat der Mario vielleicht sogar eigene größere Ambitionen?

Macht er sich mit seinen bisherigen Trainerstationen selbst Hoffnungen? Jahn Regensburg, TuS Koblenz, Eintracht Trier, Wacker Burghausen, Rot-Weiß Oberhausen, Rot-Weiß Frankfurt und seit Februar 2022 der Kreisligist Türkgücü Osnabrück – eine beeindruckende Referenzliste …

Im Herbst 1999 musste er nach dreieinhalb Jahren den FC Bayern nach einer Wirtshausprügelei als aktiver Kicker verlassen – laut Uli Hoeneß war diese der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Wie viele Tage würde der ehemalige Super-Mario als Coach des FCB im Amt bleiben können?


Titelbild: Baslers größtes Spiel beim FC Bayern – das CL-Halbfinalrückspiel gegen Dynamo Kiew im April 1999. Hier sein sensationelles 1:0, welches den Finaleinzug brachte. So viel wie in jenem Spiel ist der Raucher nie zuvor und danach in einer Partie des FCB gelaufen.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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