Es kann durchaus als außergewöhnliche Situation bezeichnet werden, dass ein Trainer seine Mannschaft noch bis zum Saisonende in dem Wissen betreut, dass er zur neuen Saison den Verein verlassen muss. Beim FC Bayern ist das aktuell der Fall mit Thomas Tuchel. Viele Experten bezeichnen ihn deswegen schon als Lame Duck. Und trotzdem gehen er und sein Trainerteam die noch offenen Spiele mit einer lobenswerten Motivation an – betonte Joshua Kimmich nach dem gestrigen 3:0-Sieg über Lazio Rom.
„Auch für den Trainer ist die Situation total ungewöhnlich und dafür macht er das wirklich herausragend„, sprach Kimmich nach Schlusspfiff in der Mixed Zone ein sehr deutliches Lob aus. Dass der eigentliche Mittelfeldspieler zuletzt als Rechtsverteidiger eingesetzt wurde, schmälerte dabei nicht das Lob für das Trainerteam. Im Gegenteil: „Wie motiviert er da ist, auch für uns als Mannschaft„.
Anders als das viele Fans und die Medien nach dem Unentschieden in Freiburg gesehen haben, waren der Cheftrainer und seine Kollegen auch vor der Partie laut dem deutschen Nationalspieler „hochmotiviert“ gewesen.
„Man könnte es ja an deren Stelle auch anders angehen und sagen, jetzt ist es uns scheißegal. Aber, das muss man schon sagen, machen sie wirklich top„, fasste Kimmich nochmals lobend zusammen. Dass solch deutliche Worte ausgerechnet von ihm kommen, dem sonst eine durchaus schwierige Beziehung zu Tuchel nachgesagt wurde, wird nicht wenige stark verwundern und sollte auch als klares Zeichen gesehen werden.

aus meiner Sicht wird das FCB – Thema einzig und allein nur von der Presse hochgeschaukelt es sollten alle abrüsten und auf eine normale Sichtweise zu gelangen
Was dabei häufig – völlig unabhängig vom Niveau des Journalismus – vergessen wird: Die Medien (nicht „TV-Experten“ wie Hamann) sind trotzdem Profis, welche sich genau nach den Bedürfnissen der Leser richten.
Der FC Bayern ist als Tabellen-Zehnter immer noch zehnmal so interessant wie ein souveräner Tabellenführer aus Leverkusen …
Die Medien wissen ganz genau, womit sie Auflagen und Clicks bekommen können. Die Leser gieren nahezu danach.
PS: Eigentlich kann einem ein Didi Hamann sogar leid tun: Er wird zur Hassfigur einer Mehrzahl der FCB-Fans – und die Medien nützen ihn dabei nur aus…