Rummenigge: Klare Vorstellungen zum Anspruchsprofil des künftigen FCB-Trainers

Im Podcast TOMorrow Business & Style gibt der frühere FCB-Vorstandsvorsitzende Kalle Rummenigge Einblick, auf welche Kriterien es bei der Suche nach einem Nachfolger von Thomas Tuchel auf dem Trainerposten des FC Bayern seiner Meinung nach vor allem ankommt.

Wir müssen wieder diesen Trainer finden, der mit dieser Hingabe den Klub betreut, wie das Jupp Heynckes und Pep Guardiola gemacht haben. Das ist die Benchmark, das wird schwierig„. Heynckes war nach einem am Ende schwierigen Engagement von 1987 bis 1991 zunächst zum Saisonfinale 2009 eingesprungen, dann von 2011 bis 2013 erfolgreich und half 2017/18 nochmal aus. Zwischenzeitlich schwang Guardiola von 2013 bis 2016 das Zepter an der Säbener Straße. Die Jahre unter den beiden Trainern werden von Rummenigge als Blütezeit verstanden, in der sportlicher Erfolg und große Harmonie auf allen Ebenen herrschten. Die zu große Fluktuation auf dem Trainerposten in den letzten Jahren spricht hingegen eine andere Sprache.

Rummenigge pflegte vor allem zu Weltstar Guardiola ein enges Verhältnis. „Es war mehr als Fußball, das uns geeint hat. Mit Pep bin ich fast jede Woche zum Essen gegangen. Wir haben eine gute Flasche Rotwein getrunken und uns über Gott und die Welt ausgetauscht.“ Wichtiger noch ist freilich, dass sich die Profis mit ihrem Chefcoach auf einer Vertrauensebene begegnen. Glaubt man zahlreichen Medienberichten hat sich so ein Verhältnis unter Tuchel offenbar nicht so recht entwickelt. „Der Fit zwischen Trainer und Mannschaft, das muss man auch selbstkritisch sagen, ist im Moment nicht so, wie wir uns das gewünscht haben„, sagt auch Rummenigge.

Bei der Nachfolgersuche wird es deshalb nicht nur um fachliche Qualitäten gehen, sondern auch die Persönlichkeit eine wichtige Rolle spielen. „Gute Trainer wachsen nicht auf Bäumen„, weiß Rummenigge allerdings. Aktuell machen sich die Bayern wohl Hoffnungen, dass die diesbezügliche Wunschlösung Xabi Alonso zur nächsten Saison nach München kommt.

Dazu FC Bayern Total:

Denkt Rummenigge über diese Aussagen selbst noch einmal genau nach, dann sollte er erkennen, dass Thomas Tuchel aus vielerlei Gründen in München keine faire Chance bekommen hat. Pep Guardiola hatte mit Rummenigge einen ehemaligen Weltklassefußballer als Gesprächspartner. Kaum anzunehmen, dass Tuchel ähnliche Gespräche mit dem Finanzexperten Jan-Christian Dreesen hätte führen können. Und wer erinnert sich nicht an die Guardiola-Ära in München, als medial sehr viel vom freundschaftlichen Expertenaustausch zwischen Pep und Tuchel vor dessem BVB-Engagement berichtet wurde? Mit Max Eberl hat der Rekordmeister nun einen Fußballexperten im Vorstand installiert, mit dem so etwas möglich erscheint. Zu spät für Tuchel …

Außerdem sollte man immer bedenken, dass es mehr als nur ein Erfolgsmodell gibt.

Pep Guardiola hat sich letztendlich mit dem FC Bayern nicht in der Form wie nun mit Manchester City identifiziert. Seine damalige Aussage zur Trennung nach drei Jahren beim FCB lautete, dass er nie wieder länger als drei Jahre bei einem Verein tätig sein würde. Bei City ist er nun in der achten Saison Trainer … Peps Trennungsgrund entpuppte sich im nachhinein als dreiste Lüge … die ihm zahlreiche FCB-Anhänger nicht verzeihen.

Der Jupp war auch nicht im ersten Anlauf mega erfolgreich in München. Allerdings löste er sein Rathausbalkonversprechen von 1990, im nächsten Jahr den Europapokal zu holen, satte 23 Jahre später in Wembley ein …

Hansi Flick hatte schon in seinem ersten Jahr den maximalen Erfolg. Zwischen ihm und der Mannschaft passte alles. Wäre ein – auch von Rummenigge extrem protegierter – Hasan Salihamidzic weniger stur gewesen … Der Ex-Bayernspieler Flick passt neutral gesehen wahrscheinlich sogar besser in das von Rummenigge auserkorene Anspruchsprofil als Guardiola, aber mit dem hat der Kalle keinen Rotwein getrunken 😉

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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