Am gestrigen Dienstagvormittag wurde Max Eberl im großen Presseraum der Allianz Arena als Sportvorstand des FC Bayern vorgestellt. „Man träumt von so einer Aufgabe. Jetzt habe ich auch einen klaren Auftrag und eine klare Herausforderung. In einem Umfeld, in dem ich mich sehr wohl fühle„, so der 50-Jährige. „Max ist auf jeden Fall der richtige Mann„, meint dazu Vereinslegende Sepp Maier im Interview mit Sport1 anlässlich seines 80. Geburtstags. Eberl spielte in der Jugend für den Rekordmeister, verließ die Säbener Straße 1994 – und ist nun nach 30 Jahren wieder zurück.
Die FCB-Torwartlegende: „Er hat den FC Bayern im Herzen, hätte viel früher kommen sollen. Den Umweg über Leipzig hätte er sich sparen können. Beim letzten Satz lacht der Sepp herzhaft. Eberl war von 2008 bis Anfang 2022 Sportdirektor bei Borussia Mönchengladbach. Aufgrund eines Burnout-Syndroms nahm er sich dann eine Auszeit vom Fußballgeschäft. Das nur kurze Intermezzo ausgerechnet bei RB Leipzig von Dezember 2022 bis September 2023 verärgerte zuerst die Fans der Borussia, dann die der Bullen. Aber eigentlich wollte er nur wieder heim zu seinem FC Bayern.
Außerdem spricht der Weltmeister von 1974 bei Sport1 über die Trainerposition beim FC Bayern. Die Entscheidung, sich zum Saisonende von Thomas Tuchel zu trennen, sei „die richtige. Tuchel und Bayern? Das hat nicht gepasst. Er ist und bleibt ein toller Trainer, aber es war eine Zweckbeziehung. Herr Dreesen und die anderen in der Chefetage beim FC Bayern werden sich diesen Schritt ganz genau überlegt haben. Und ganz ehrlich? Ich glaube, dass Tuchel keine andere Wahl hatte als einer Trennung im Sommer zuzustimmen. Eines steht fest: So viel Unruhe gab es noch nie beim FC Bayern.„
Ob der viermalige Europapokalsieger mit dem FC Bayern dabei absichtlich seine letzte Saison als aktiver Spieler vergessen hat? Jene Spielzeit 1978/79 war ehrlich gesagt noch wesentlich unruhiger – und das ohne Internet, Social Media und andere verstärkende Mittel…
Titelbild: Die überragende Mittelachse des FC Bayern der 1960er und 1970er Jahre: Gerd – Sepp – Franz.
