Präsentation Max Eberl: Kein „Heilsbringer“, aber …

ein großer FCB-Hoffnungsträger, der sofort riesigen Optimismus aufkommen lässt.

Da jubelt das FCB-(Fan-)Herz: Selten hat man beim deutschen Rekordmeister eine Präsentation eines Trainers, Spielers oder eben auch Funktionärs gesehen, bei dem man vom ersten Satz das Gefühl hatte: Ja, diese Persönlichkeit wird den Verein weiterbringen! Selbst verneint der 50-jährige künftige FCB-Sportvorstand Max Eberl strikt, dass er der „Heilsbringer“ im Verein sein wird, als den ihn auch ein Medienvertreter im Rahmen der PK bezeichnet hat. Eher ein Teamplayer, der im besten Fall alle mitreißen wird. Man hat das Gefühl, dass mit dem Max selbst die aktuell so verkorkste Saison nicht titellos enden muss …

Nachfolgend eine Auswahl der Aussagen Eberls aus der von ihm unglaublich souverän geführten Medienfragerunde.

Seine einleitende Worte, seine kurze Präsentation:

„Für mich ist es eine große Freude, nach 30 Jahren zurückzukommen, nach Hause zu kommen. Ich spüre eine große Spannung, auf diesem Top-Niveau arbeiten zu dürfen. Ich freue mich auf viele neue Mitstreiter und alte Wegbegleiter. Ich versuche, meine Fähigkeiten einzubringen, um die ehrgeizigen Ziele des Clubs zu erreichen. Es warten große Aufgaben auf uns, unter anderem die Trainersuche ab Sommer. Die Ziele sind, in dieser Saison noch das Optimum rauszuholen. In der Bundesliga gibt es genügend Spiele, in der Champions League sind wir auch in der Jägerrolle. Im Sommer gilt es, einen Kader gemeinsam mit Christoph Freund aufzubauen. Ich bin hier, um Titel zu sammeln.„

Seine kurzfristige Aufgabenstellung in der laufenden Saison:

„Erstmal liegt der Fokus auf den restlichen drei Monaten dieser Saison. Gleichzeitig haben wir die Klarheit, dass wir im Sommer einen neuen Trainer brauchen. Wir werden gemeinsam Gespräche führen. Dann müssen wir Spieler für Bayern München finden. Wir müssen den passenden Trainer für Bayern München finden und die Spieler, die zu Bayern München und dann auch zum Trainer passen. Das sind die Aufgaben, die Christoph Freund und ich angehen werden. Wir werden viele Gespräche führen und ich bin mir sicher, dass wir die richtigen Puzzleteile für die Saison 2024/25 finden.“

Eberl, der Kommunikator:

„Ich werde viel mit dem Trainer sprechen. Das ist der Kern, warum ich hier bin. Ich möchte größtmöglichen sportlichen Erfolg haben. Kommunikation mit dem Trainer, ein permanentes Gespräch gemeinsam mit Christoph Freund sind elementar. Am Spieltag auf dem Platz kann ich nicht unterstützen, das wäre auch kontraproduktiv.„

Der FC Bayern ist Eberls Herzensclub:

„Ich war hier 15 Jahre als Spieler. Ich habe den Club wachsen sehen, es war immer der Club, der in meinem Herzen war. Natürlich ist es schön, in dieser Position hier zu sein. Ich habe eine große Freude, aber ich habe auch ein großes Erbe. Ich habe einen klaren Auftrag, dem ich mich stellen werden.“

Zum zukünftigen Aufgabengebiet von ihm selbst und Sportdirektor Freund, mit dem er als ein Team auf Augenhöhe agieren will (Viele Medien hatten im Vorfeld von einer Degradierung von Christoph Freund gesprochen):

„Wir wollen einen Trainer finden, der zu Bayern München passt, auch zu den Ideen von Christoph Freund und mir. Wir brauchen Stars, aber wir brauchen auch junge, hungrige Talente. Wir wollen uns nicht eingrenzen in der Wahl. Bayern München ist eine großartige Adresse. Die Aufgabe der nächsten Monate ist, die Puzzleteile Verein, Spieler und Trainer zusammenzusetzen.“

Zum Spielerkader des Rekordmeisters:

„Bayern München hat in der Vergangenheit gute Entscheidungen gefällt. Der Kader war immer herausragend, auch international. Auch in dieser Saison ist es so. Es kamen viele Umstände zusammen. Wir wollen die Spieler haben, die bestmöglich zum FC Bayern passen. Bayern hat immer sportlichen Erfolg mit wirtschaftlicher Solidität kombiniert. Dieser Club ist solide gewachsen über Jahrzehnte. Vielleicht werden wir Stars holen, aber wir werden auch Wege finden, Entwicklungen bei Spielern voranzutreiben.“

„Kein Heilsbringer“ – Teamplayer!!“

„Ich bin kein Heilsbringer. Ich bin ein Typ, der anpacken möchte und sehr gut in einem Team arbeiten kann und möchte. Ich brauche die Expertise der Leute um mich herum. Neue Spieler zu finden ist eine Aufgabe, die ich seit Jahrzehnten mit Freude mache. Natürlich ist der Aufgabenzettel sehr groß, aber es gibt mir eine große Freude. Es macht einfach Spaß, du merkst, dass alle an einem Strang ziehen, um den FC Bayern für eine erfolgreiche Zukunft aufzustellen.„

Max Eberl wurde auch zu Mathys Tel, Joshua Kimmich und Alphonso Davies befragt. Natürlich lehnte er sich bei keiner einzigen Antwort zu weit aus dem Fenster. Man hat aber sofort das Gefühl bekommen: Er wird in jeder Angelegenheit die richtige Entscheidung treffen. Auch sein sehr positiver Kontakt mit Xabi Alonso 2021 sollte Anlass zu Optimismus geben. Oft war es nicht der Inhalt seiner Antworten, sondern die Art und Weise wie er kommunizierte: Sprachlich brillant, und bei jedem Satz konnte man seinen Tatendrang und seine Vorfreude auf die Aufgaben im Verein spüren. Eine überragende Aura, eine gewaltige Überzeugungskraft.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

2 Kommentare zu „Präsentation Max Eberl: Kein „Heilsbringer“, aber …“

  1. Max Eberl ist mMn die richtige Wahl.
    Andererseits sprachen alle ehemaligen oder aktuellen Mitarbeiter des Vereins (Manager, Trainer, Spieler) bei der offiziellen Vorstellung schön und überzeugend über den Verein und seinen Ziele. Später machten aber konkrete Erfolge den Unterschied zwischen ihnen aus.
    Also, ich wünsche Herrn Eberl maximaler Erfolg, empfehle aber Geduld, um zu sehen, ob den Worten auch Taten folgen 😉

    1. Die heutige Präsentation von Max Eberl war aber definitiv eine andere „Dimension“.
      Leute, die ihm nicht wohlgesonnen sind, werden spontan von einem „Blender“ sprechen. Dagegen loben ihn ehemalige Mitstreiter und Spieler in den höchsten Tönen und bezeichnen ihn als „Menschenfänger“ … und so einer muss er in dieser Position auch sein … mich hat er damit „gefangen“ und überzeugt …
      Man glaubt ihm jedes Wort, der „Teamplayer“ kommt absolut authentisch rüber …
      Ich war definitiv kein Gegner von Brazzo, hätte ihn aber auch nie als Teamplayer und Menschenfänger bezeichnet …

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