Mit einem großen Aber: Welcher Trainer für Matthäus perfekt zum FCB passt

Nachdem feststeht, dass sich die Wege von Thomas Tuchel und dem FC Bayern zum Saisonende trennen, gibt es wohl keinen Fußball-Experten in der Republik, der dem deutschen Rekordmeister keinen Ratschlag in dieser Angelegenheit gibt. So auch der deutsche Rekordnationalspieler Lothar Matthäus in seiner Kolumne für Sky Sport.

Der Weltmeister von 1990 über seinen Favoriten auf den Trainerposten beim deutschen Rekordmeister: „Xabi Alonso muss aufgrund seiner Vita, seiner Autorität und seiner erfolgreichen Arbeit in Leverkusen ganz oben auf der Liste des FC Bayern dabei sein. Ich wüsste keinen Trainer in Europa und in der Welt, der besser zu Bayern München passen würde als Xabi Alonso.“

Anschließend zeigt sich Matthäus etwas überraschend als Xabi-Insider: „Ihm kommt es darauf an, was er aufgebaut hat und mit wem er es aufgebaut hat. Er weiß, wo er herkommt und was er den anderen zu verdanken hat. Deswegen sehe ich ihn in der kommenden Saison noch nicht unbedingt bei einem neuen Verein.„

Sollte Xabi im Sommer nicht an die Säbener Straße wechseln, wäre der Lothar für einen Wechsel von Sebastian Hoeneß zum FC Bayern: „Hoeneß trägt das Bayern-Gen in sich und hat gute Arbeit als Trainer der zweiten Mannschaft des FCB geleistet. Auch wenn er noch keine großen Erfolge gefeiert hat: Alles, was er in Stuttgart macht, hat Hand und Fuß und er ist mit dem VfB weiter auf Kurs in Richtung Champions League.“ 

Dazu FC Bayern Total:

Dass Matthäus Xabi Alonso für den bestmöglichen Trainer für den FCB hält, ist keine Überraschung. Das sehen ganz offensichtlich alle derzeit Verantwortlichen im Verein ebenso – und auch eine absolute Mehrheit der FCB-Fans.

Und wenn die Situation genau so ist, wie Matthäus sie beschreibt: Warum sollte Xabi nicht derselben Meinung sein? Stattdessen mogelt ihm der 62-Jährige seine eigene Haltung unter, nicht einmal im Konjunktiv!

Zudem hat Matthäus einen Denkfehler, wenn er behauptet, dass Xabi seine derzeitige Popularität Bayer Leverkusen zu verdanken hat. Es ist genau umgekehrt: Der 42-jährige Baske hat die Werkself zunächst tief aus dem Tabellenkeller gezogen und dann zum großen Titelanwärter gemacht.

Dass Xabi jetzt überhaupt im deutschen Fußball so tief verankert ist, ist hauptsächlich der Verdienst des FCB, der ihn 2014 von Real Madrid geholt hat. Und mit dem deutschen Rekordmeister ist er weiterhin stark verbunden. Zudem wollte ihn Kalle Rummenigge bereits 2018 als Co-Trainer von Niko Kovac holen und auch der neue Sportvorstand Max Eberl hatte bereits 2021 den Plan, Xabi nach Gladbach zu holen. Damals war Xabi jeweils noch nicht bereit gewesen – Leverkusen hatte vor allem riesiges Glück, genau im richtigen Zeitpunkt angeklopft zu haben. Aber: Xabis deutsche Liebe ist eindeutig der FC Bayern! Deswegen auch die Vereinbarung mit Leverkusen, im Fall der Fälle nach München gehen zu dürfen.

Sebastian Hoeneß überschätzt der Lothar allerdings etwas. Dessen Bayern-Gen beruht wohl vor allem auf seinem Nachnamen. Denn beim Rekordmeister war er selbst lediglich von 2017 bis 2020 angestellt. Von 2017 bis 2019 mit ziemlich mäßigem Erfolg als U19-Coach. So musste die Berufung zum Chefcoach der FCB Amateure 2019 schon als Überraschung gesehen werden. Dass er dort dann in der ersten Corona-Saison 2019/20 fast schon sensationell die Drittliga-Meisterschaft geholt hat, lag an vielen glücklichen Faktoren und Fügungen. In der noch mäßigen Vorrunde vor dem Ausbruch der Pandemie war er noch für viele unglückliche Entscheidungen teilweise hart kritisiert worden. Erst ganz am Ende war alles gut bzw. super. Aber natürlich leistet er nun in Stuttgart ganz offensichtlich überragende Arbeit.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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