Die unangenehmste Frage bei der heutigen Präsentation: Eberl zur Auszeit nach Gladbach

Der neue FCB-Sportvorstand Max Eberl lieferte heute Vormittag bei seiner Präsentation zusammen mit FCB-Präsident Herbert Hainer und CEO Jan-Christian Dreesen eine beeindruckende, extrem souveräne Pressekonferenz. Auffallend war von Beginn an auch das freundschaftliche Verhältnis zu vielen arrivierten Medienvertretern. So kam auch eine Frage, auf die er laut eigener Aussage lange gewartet hatte, erst ziemlich spät. Die Frage, ob er sich nach seiner Auszeit in Gladbach die höchstwahrscheinlich noch wesentlich nervenaufreibendere Arbeit in München auch wirklich zutraut.

Wie gesagt: Da er schon auf diese Frage vorbereitet war, beantwortete sie Eberl selbstverständlich auch ebenso souverän wie glaubwürdig:

„Ich bin damals einen Weg gegangen, als ich mich bis zur Selbstaufgabe für den Verein geopfert habe. Ich habe mich sehr bewusst rausgenommen. Die Zeit war getrieben von harter Arbeit, ich musste immer alles geben und habe das auch getan. Mir hat es extrem gut getan, eine Auszeit zu nehmen. Ich habe viele Gespräche geführt, bin hart mit mir ins Gericht gegangen und habe Rückschlüsse gezogen. Ich habe richtig Lust auf die Aufgabe und keine Angst. Ich habe meine Menschen um mich herum. Die Zeit hat mich als Mensch extrem wachsen lassen.„

Burnouts, Nervenzusammenbrüche, Depressionen … tägliche Wegbegleiter in unserer teilweise so erbarmungslosen Gesellschaft. Wer derartige Erklärungen – wie die von Max Eberl – nicht ernst nimmt, sogar durch den Kakao zieht, dürfte selbst ein erhebliches Problem haben: Völlig frei von Empathie – ok, in unserer heutigen Gesellschaft häufig leider auch hilfreich … auch wenn das überhaupt nicht gut ist.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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