Als FCB-Fan hatte man vor dem gestrigen Spitzenspiel in Leverkusen die Hoffnung gehabt, dass die Bayer-Elf im Pokal-Fight gegen den VfB Stuttgart Körner gelassen hat und ausgeruhte Bayern diesen Vorteil für sich nutzen können. Das Gegenteil war der Fall – mehr oder weniger chancenlos ging der Rekordmeister in Leverkusen mit 0:3 baden. Zahlreiche Fans sprachen in diesem Zusammenhang von einer Schande, nicht zuletzt wegen der oben genannten Vorgeschichte des Spiels. Den Leuten, die in dieser Form argumentieren, sei aber folgende FCB-Statistik der laufenden Saison nahegelegt:
Der FC Bayern selbst gewann alle Bundesligaspiele, wenn er in der Woche zuvor international in der Champions League gespielt hatte:
7:0 gegen Bochum nach einem 4:3 gegen ManUnited
3:0 gegen Freiburg nach dem 2:1 in Kopenhagen
8:0 gegen Darmstadt nach dem 3:1 in Istanbul
4:2 gegen Heidenheim nach dem 2:1 gegen Galatasaray
3:0 gegen den VfB nach dem 1:0 in Manchester
Nach der Pokalschlappe in Saarbrücken gewann der Rekordmeister 4:0 in Dortmund.
Einzig nach dem 4:0-Erstrunden-Pokalsieg in Münster spielte man in Leipzig nur 2:2.
Die Englischen Wochen wurden also ziemlich erfolgreich bestritten.
Dagegen hatte man vor dem 1:5 in Frankfurt eine 10-tägige Zwangspause, weil das Heimspiel gegen Union den Schneemassen zum Opfer fiel.
Vor der 0:1-Heimschlappe gegen Werder hatte man neun Tage Pause (inkl. Trainingslager in Portugal) und vor Leverkusen eben wieder vorher eine ganze Woche.
Das ausgefallene Spiel gegen Union holte man an einem Mittwochabend im Januar nach (1:0), um dann drei Tage später 3:2 in Augsburg zu gewinnen, wo man die letzten beiden BL-Auswärtsspiele verloren hatte. Auch dem Sonntagabendspiel gegen den VfB folgte drei Tage später ein 2:1-Auswärtssieg in Wolfsburg.
Ausgeruhte Bayern – ein gewaltiger Nachteil in der laufenden Saison! 😉
Titelbild: Spielt der FC Bayern vorher unter der Woche, feiert er am Wochenende in der Bundesliga. Hier gegen Heidenheim.
