FCB-Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat vor dem morgigen Topduell seiner Bayern beim Tabellenführer Bayer Leverkusen der FAZ ein Interview gegeben und dabei einige Dinge zurechtgerückt. Nicht zuletzt nahm der 72-Jährige Cheftrainer Thomas Tuchel in Schutz und lobte den neuen Sportdirektor Christoph Freund.
Trotz einer überdurchschnittlichen Punkteausbeute in der Bundesliga gerät Tuchel wegen der Spielweise seines Teams immer wieder in die Kritik. Der Verein – hier in Person von Uli Hoeneß – stellt sich aber stets vor seinen Trainer: „Mir kommt auch Thomas Tuchel in der Öffentlichkeit zu schlecht weg, uns haben ja zeitweise zehn Nationalspieler gefehlt, außerdem musste die Abwehr permanent neu formiert werden“.
Der Weltmeister von 1974 hält seinen Einfluss im sportlichen Bereich beim Rekordmeister weiter für „relativ groß“. Und das, obwohl „das, was ich mache“, seit dem Sommer „schon um 90 Prozent zurückgegangen“ sei, so Hoeneß: „Wir haben jetzt ja einen Sportdirektor, Christoph Freund, der seine Sache sehr gut macht.“
Gewisse Behauptungen stören Hoeneß aber immer noch. „Manche Leute sagen: Der Hoeneß, der will Einfluss. Ich will aber gar keinen Einfluss. Ich will einfach am Tegernsee wohnen und am Samstag ein gutes Fußballspiel vom FC Bayern sehen – und möglichst immer drei Punkte.„
Ganz zurückhalten kann – und will – er sich aber noch nicht. „Wenn ich aber Dinge sehe, die ich falsch finde, dann werde ich weiter etwas sagen. Ob ich damit was erreiche, das wird man sehen. Aber den Mund halten werde ich nie. Dann müssen sie mich schon rausschmeißen.“
Uli, wie er leibt und lebt!
