Dass der spanische Nationalspieler Ryan Zaragoza am heutigen Deadline Day vorzeitig zum deutschen Meister nach München wechseln würde, stand seit gestern Abend mehr oder weniger fest. Dennoch kommt es bei seiner Verpflichtung zu einer kleinen Überraschung. Der Rekordmeister gibt auf seiner Homepage bekannt:
„Bryan Zaragoza wechselt mit sofortiger Wirkung vom FC Granada zum FC Bayern – zunächst auf Leihbasis bis zum Saisonende. Danach greift die Vereinbarung mit dem 22-jährigen Offensivspieler, die der FC Bayern bereits am 6. Dezember 2023 bekanntgegeben hat. Dieser Vertrag läuft dann bis zum 30. Juni 2029.„
Das mit der Leihbasis ist natürlich eine kleine Überraschung, die wohl noch aufgeklärt werden wird. Höchstwahrscheinlich geht es dabei um steuerliche Aspekte.)*
FCB-Sportdirektor Christoph Freund zum Deal „Im Fußball muss man immer flexibel sein, und so haben wir aufgrund der aktuellen Situation noch einmal reagiert. Zu so einer Einigung gehören drei Parteien, und wir sind froh, dass Bryan Zaragoza früher als eigentlich vereinbart zu uns stößt. Bryan sieht seine Zukunft beim FC Bayern – diese Zukunft beginnt eben schon jetzt. Wir freuen uns sehr, dass er uns bereits in der Rückrunde verstärken wird.“
Der 22-jährige Zaragoza: „Ich wechsle zum FC Bayern, um hier in einem der größten Clubs der Welt weiter zu wachsen. Ich bin dem FC Granada sehr dankbar für die schöne gemeinsame Zeit und alles, was mir dieser Club ermöglicht hat. Das werde ich nie vergessen. Auch beim FC Bayern spüre ich jetzt eine große Unterstützung. Ich freue mich auf das, was nun kommt. Wir haben hohe Ziele.“
Viel Glück in München, Bryan! Bienvenido y mucha suerte!
Update 2. Februar 2024
Das Rätsel, warum Leihe und kein früherer Kauf als ursprünglich geplant, ist nun gelöst. Und die Vermutung mit dem steuerlichen Hintergrund war nicht richtig:
Damit der Deal gelingen konnte, mussten die FCB-Verantwortlichen kreativ sein. Sie einigten sich mit den Granada-Bossen auf eine Leihe. Der Hintergrund: Zaragoza unterschrieb bereits im Dezember 2023 einen Fünfjahresvertrag an der Säbener Straße. In Deutschland, so lautet die Vorgabe, sollte ein Vertrag keine längere Laufzeit als fünf Jahre haben. Aus versicherungstechnischen Gründen, um als Arbeitgeber bei etwaiger Verletzung, die nach dem fünften Jahr entsteht, kein Risiko zu tragen. Daher die Leihe – und eine Leihgebühr von rund vier Millionen Euro, die grundsätzlich mit einer erhöhten Ablösesumme zu vergleichen ist.
Man lernt immer noch dazu!
