Hamanns nächster Amoklauf gegen FCB-Coach Tuchel

Man hat das Gefühl, dass der frühere Bayernspieler Didi Hamann regelmäßig total Rot sieht, wenn es um seinen früheren Verein geht, im Speziellen attackiert er seit einiger Zeit dessen aktuelle Trainer, aktuell Thomas Tuchel, scharf und meist völlig unsachlich.

Am gestrigen Sonntag standen beim Rekordmeister die eigentlich in der Adventszeit geplanten Fanclub-Besuche an, die im Dezember dem Schneechaos zum Opfer fielen. Das Schöne bei diesen Treffen von FCB-Funktionären, Spielern und eben auch Trainern mit den eigenen Fans ist der lockere Umgang miteinander. So plauderte Tuchel bei seinem Fanklub-Besuch in Heidenheim locker mit den anwesenden FCB-Anhängern und ließ dabei durchklingen, dass ihn durchaus noch einmal ein Engagement im Ausland reizen würde.

Besonders die spanische Liga sei „außergewöhnlich„, weil sie von „wahnsinnigem Selbstvertrauen geprägt sei„, befand Tuchel. Dass der Fanclub-Besuch einen Tag nach der Ankündigung von Xavi Hernandez, den FC Barcelona im Sommer zu verlassen, stattfand, ist eher ein Zufall und wohl kaum dem aktuellen FCB-Coach anzulasten.

Trotzdem eskalierte Didi Hamann bei Sky90 in diesem Kontext auf fast schon lächerliche Art und Weise: „Dann setzt sich der da hin und redet über Xavi, über die Nachfolge und dass er gerne mal in Barcelona oder Spanien trainieren würde. Das ist eine Frechheit.“ Tuchel sei ein sehr intelligenter Mann, so etwas sei ihm nicht einfach rausgerutscht. Einmal in Rage legt er nach: „Nur er muss eins wissen: Wenn du Angestellter beim FC Bayern bist, sich mit der Führung anzulegen – das war selten eine gute Idee.Tuchel und Bayern ist das größte Missverständnis seit Jürgen Klinsmann„. Das wisse Tuchel mittlerweile selbst auch.

Für Hamann ist der größte Beweis dafür, dass die Mannschaft keinen guten Fußball spiele. „Wenn ich mir die letzten drei Heimspiele anschaue, dann ist das unterirdisch für die Verhältnisse von Bayern München. Das hat mit Fußball nix zu tun.

Tuchels Problem sei, dass er zu viele Spieler vergrault habe. „Er hat den Marktwert von vielen Spielern halbiert oder gedrittelt. Er hat die Interessen des Vereins zu vertreten, das hat er auch nicht immer gemacht. Er hat mit Sicherheit auch seine Gründe, warum es nicht passt. Ich glaube, dass ihm das mittlerweile egal ist.

Hamann kritisierte zudem, dass sich Tuchel vor einigen Wochen beklagt hatte, in England mehr Wertschätzung erhalten zu haben. Das sei beim FC Bayern nicht gut angekommen.

In England ist der Champions-League-Sieger geworden. Da gab es wahrscheinlich nur bedingt Grund ihn zu kritisieren. Aber ich schaue mir den Fußball an, den er seit zehn, elf Monaten spielen lässt. Das hat mit Bayern München nichts zu tun.“

Klagen über die dünne Personaldecke kann Hamann nicht mehr hören. Schließlich sei Tuchel beim Transfergremium selbst dabei gewesen und hatte beispielsweise Anteil daran, dass Josip Stanisic an Bayer Leverkusen abgegeben worden war.

Es sei Tuchels Aufgabe aus dem Spielermaterial, was er hat, das Beste zu machen. „Wenn ich mir die 17, 18 Leute anschaue, dann ist das immer noch sehr gutes europäisches Niveau. Dann muss ich aber die Leute stark reden und kann sie nicht öffentlich demontieren„, eskaliert Hamann weiter.

Tuchel sei „mit Sicherheit ein sehr guter Trainer„, allerdings durch seine Stationen bei Paris St. Germain oder dem FC Chelsea abgestumpft. Vor allem in England habe der Trainer einen anderen Stellenwert. „Die haben einen Kader von 40 Leuten. Wenn er da mal zwei an die Wand nagelt, dann interessiert das keinen. Dann spielen halt andere. Ich habe das Gefühl, dass ihn das etwas abgehärtet oder abgestumpft hat.

FC Bayern Total: Didi Hamann hat im Laufe seiner sog. Experten-Tätigkeit schon unfassbar viel Blödsinn in den Umlauf gesetzt. Mit diesem Ausbruch scheint aber ein neues Level erreicht. Man könnte nun Satz für Satz seine Ahnungs- und Kompetenzfreiheit ins Lächerliche ziehen. Diese Mühen ist er schlichtweg nicht wert. Dass er die Position der FCB-Bosse eingenommen hat und scheinbar stellvertretend für diese den aktuellen Trainer zusammenzustauchen versucht, wird bei diesen an der Säbener Straße mehr als nur Verwunderung hervorrufen.

Mit einer Ausdrucksweise wie „Die haben einen Kader von 40 Leuten. Wenn er da mal zwei an die Wand nagelt, dann interessiert das keinen…“ beschreibt er sein eigenes (niedriges) Niveau bestens. Der eigentliche Skandal ist, dass dieser wenig niveauvolle Ex-Kicker Millionen von Fußballfans im Pay-TV mit seinen Tiraden belästigt. Viele haben wegen ihm ihr Abo bei Sky gekündigt.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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