Trotz gewaltiger Personalsorgen in der Defensive bleibt der FC Bayern auf Kurs. Der deutsche Rekordmeister feierte beim FC Augsburg einen 3:2-Sieg, der laut Leon Goretzka in Anbetracht der Umstände von großer Bedeutung war. „Es ist ein wertvoller Sieg„, sagte der deutsche Nationalspieler nach dem Spiel bei Sky. Dabei bezog er sich keineswegs nur auf die zahlreichen personellen Ausfälle und die schwierige sportliche Ausgangsposition.
„Wir wissen, was uns hier erwartet, einfach ein unheimlich unattraktiver Fußball„, kritisierte Goretzka das Geläuf im Augsburger Stadion: „Worauf wir hier stehen… das kann man nicht Wiese nennen, das ist ein Acker. Wir sagen die ganze Zeit, wir wollen attraktiven Fußball sehen, das ist hier nicht möglich! Ich höre mir gerne jeden Shitstorm an, aber jeder, der Fußball spielt, weiß, dass es hier nicht möglich ist, technisch guten Fußball zu spielen.“ Dann schiebt der 28-Jährige noch sarkastisch hinterher, dass der bayerische Lokalrivale „das im Rahmen seiner Möglichkeiten extrem gut“ machen würde – und rauscht mit deutlichem Frust im Gesicht davon.
Das taktische Konzept „Krautacker“ gehörte früher eigentlich in den Amateurligen zum Repertoire der Vereine mit technisch schwachen Mannschaften. In der Bundesliga ist es jedoch etwas erbärmlich, wenn auch nicht so selten wie man im Profisport erwarten würde.
Update 28. Januar 2024
Wenig überraschend kommt für Leons durchaus berechtigte Kritik heute die Retourkutsche aus Augsburg. Der deutsche Nationalspieler hatte dieses Szenario ja schon vorhergesehen – „ich höre mir gerne jeden Shitstorm an.„
Michael Ströll, Geschäftsführer des FCA, bezeichnete die Wut des Nationalspielers vom FC Bayern beim heutigen Doppelpass als „dünnhäutig“.
Eine sehr eigenwillige Interpretation einer Kritik an Augsburgs Kartoffelacker. Herr Ströll vergisst dabei zudem, dass nicht der FCA, sondern der FCB das Spiel letztendlich gewonnen hat – und Augsburg nach dem Spiel gejammert und mit dem Ergebnis gehadert hat …
