Sacha Boey kurz vor einem FCB-Engagement – alles andere als eine „Notlösung“

Der FC Bayern steht offenbar kurz vor der Verpflichtung von Galatasaray-Rechtsverteidiger Sacha Boey. Damit reagiert der deutsche Rekordmeister auf die aktuelle Verletzungsmisere und die Afrika-Cup-Abwesenheit von Noussair Mazraoui. Aber bereits in jüngerer Vergangenheit wurde den Bayern immer wieder Interesse an Boey nachgesagt. Der 23-jährige Franzose könnte dabei deutlich mehr sein als nur eine kurzfristige Notlösung.

Nicht zuletzt waren Boeys Leistungen in den beiden CL-Gruppenspielen zwischen Gala und dem FCB ausschlaggebend für das gesteigerte Interesse an der Säbener Straße. Le Parisien zufolge habe der 23 Jahre alte Defensivmann sowohl Trainer Thomas Tuchel als auch die restlichen Verantwortlichen überzeugt. So wurde dem deutschen Branchenprimus schon kurz nach dem zweiten Aufeinandertreffen Anfang November ein damals noch loses Interesse an Boey nachgesagt. Konkret wird das Ganze aber jetzt aufgrund der extrem angespannten Personalsituation.

Mit Noussair Mazraoui ist der eigentlich etatmäßige Rechtsverteidiger aktuell mit der marokkanischen Nationalmannschaft beim Afrika-Cup unterwegs. Außerdem zog sich sein Stellvertreter, der österreichische Nationalspieler Konrad Laimer, im BL-Spiel gegen Union Berlin eine langwierige Sehnenverletzung in der Wade zu. Geschätzte Ausfalldauer: Sechs Wochen.

Auch Joshua Kimmich, der bekanntlich ebenfalls als Rechtsverteidiger aushelfen könnte, verletzte sich im Duell mit den Eisernen – der 28-Jährige muss mindestens morgen in Augsburg ebenfalls pausieren. Auch ihm droht wegen seiner Schulterverletzung ein längerer Ausfall. Der senegalesische Nationalspieler Bouna Sarr, ebenfalls gelernter Rechtsverteidiger, der in der laufenden Saison etwas überraschend häufiger zum Einsatz gekommen war, erlitt Ende letzten Jahres zu allem Überfluss einen Kreuzbandriss.

Boey soll am morgigen Samstagmorgen nach München reisen, um seinen Medizincheck zu absolvieren. Wie beim FCB zuletzt üblich steht seit heute Vormittag ein Privatjet für ihn am Istanbuler Flughafen bereit.

Was die Bayern-Fans von dem früheren französischen U-Nationalspieler erwarten dürfen: Boey wurde – wie beispielsweise auch Eduardo Camavinga, Ousmane Dembélé und Mathys Tel – in der renommierten Jugendabteilung von Stade Rennes ausgebildet. Seit 2021 spielt er beim amtierenden türkischen Meister Galatasaray. Dort entwickelte er sich sehr schnell zum Stammspieler, mittlerweile stehen 83 Pflichtspieleinsätze zu Buche.

Schon im vergangenen Sommer hatten sich mehrere Premier-League-Klubs nach ihm erkundigt, insbesondere der FC Arsenal soll sich intensiv mit ihm beschäftigt haben.

Boey ist ein moderner, ein offensiver Außenverteidiger – technisch beschlagen, schnell und stark im Eins-gegen-Eins. Er gilt als ballsicher und behält selbst bei gut vorgetragenem Gegenpressing die Ruhe. Mit Blick auf seine defensiven Qualitäten ist vor allem sein Zweikampfverhalten hervorzuheben. Er ist bissig und kompromisslos in direkten Duellen und trotz seiner Körpergröße von lediglich 1,78 Meter kopfballstark. Seine Flanken und Abschlüsse sind hingegen noch ausbaufähig – aktuell wäre das in München aber nichts Außergewöhnliches … 😉

Auf den FCB-Fanseiten wird der mögliche Transfer häufig als „Notlösung“ bezeichnet. Bei all seinen Skills ist bei Boeys eher das Gegenteil der Fall. So wird er von Teilen der Medien gar als „Rettungs-Boey“ gefeiert.

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll Galatasaray ungefähr 30 Millionen Euro für Boey verlangen und vom Rekordmeister wohl auch bekommen, aktuell werden angeblich noch letzte Details geklärt.


Ganz aktuelles Update (17:40): Der stets bestens informierte Transfer-Insider Fabrizio Romano hat den Deal mit seinem mittlerweile legendärem „Here we go“ bestätigt!

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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