FC Bayern und Real Madrid: Sehr schwache Leistungen am Wochenende, aber ein großer Unterschied

Auch wenn es manch ewig gestriger Journalist und natürlich die sog. Bayernhasser unter den deutschen Fußballfans nicht wahrhaben wollen: Wenn es jemals den legendären Bayern-Bonus gegeben haben soll, vor allem was Schiedrichterleistungen betroffen hatte, dann hat sich dieser in den letzten 20, extrem sogar zehn Jahren eindeutig in einen Malus gewandelt. Auch beim indisponiert-schwachen FCB-Auftritt gestern gegen die zuvor schwächste Auswärtsmannschaft der Bundesliga aus Bremen war die Anti-FCB-Tendenz von Marco Fritz mehr als auffällig, ohne hier nun das Thema aufkommen zu lassen, ob dies einen tatsächlichen Einfluss auf Spiel und Ergebnis hatte. Ein paar Stunden später traf dann in Spanien Real Madrid im Estadio Bernabéu auf den abgeschlagenen Tabellen-Letzten UD Almeria. Die königliche Leistung war vergleichbar mit der bayerischen schwach, fand aber wegen anderer Mechanismen in La Liga einen unverdienten anderen Ausgang.

Real Madrid drehte einen 0:2-Rückstand gegen die quasi abgeschlagene UD Almeria nach skandalösen Schiedsrichter-Entscheidungen noch in einen 3:2-Erfolg. Die Empörung im spanischen Fußball ist riesig. Im Nachgang gab es nur ein Thema: Die Entscheidungen des Schiedsrichters Francisco José Hernández Maeso in Verbindung mit den jeweiligen Hinweisen des Videoassistenten.

Dreimal profitierten die Königlichen vom Unparteiischen, weshalb Almeria gar eine Verschwörung witterte. Ein strittiges Handspiel der Andalusier im eigenen Strafraum, das aberkannte 3:1 durch Sergio Arribas wegen eines angeblichen Schlags in Jude Bellinghams Gesicht und das wiederum für gültig erklärte Tor von Vinícius Júnior, obwohl dieser den Ball klar mit dem Arm gespielt hatte – die Gäste kochten nach dem Spiel vor Wut.

Auch die spanische Presse, die grundsätzlich eher Sympathien für den Rekord-CL-Sieger hat, fällte hierzu ein klares Urteil – und hob die Partie zum historischen Skandalspiel empor. Die Pressestimmen aus Spanien:

Sport: „Madrid gewinnt mit skandalösen Schiedsrichterhilfen. La Liga gibt nach einem katastrophalen Schiedsrichtertag im Bernabéu ein sehr düsteres Bild ab. Drei historische Fehler, immer zugunsten der Blancos. Entrüstung in der ganzen Liga.“

Marca: Carvajal und der VAR besiegeln die Aufholjagd. Das Bernabéu wurde Zeuge eines historischen Spiels. Real Madrid kam nach einer schrecklichen ersten Halbzeit mit einem Tor von Carvajal in der 99. Minute von einem 0:2 zur Halbzeit zurück – und nein, es gab keine Verlängerung. Der Rekordzuschlag war das Ergebnis von drei VAR-Bewertungen, die alle zugunsten der Blancos ausfielen. Die Aufruhr wird Tage, sogar Wochen dauern.“ (Die Marca ist die Haus- und Hofzeitung von RM)

Mundo Deportivo: „Raubüberfall auf Almería im Bernabéu. Ein Hattrick des VAR beschert Real Madrid den Sieg.“

La Vanguardia: „Der VAR verbündet sich mit Real Madrid zu einer Skandal-Wende, die einen Rattenschwanz nach sich ziehen wird. Es war das glanzloseste Comeback aller Zeiten. Das Publikum verabschiedete sich mit einem paradoxen ‚So gewinnt Madrid‘.“

Diario de Almeria: Almeria wurde im Santiago Bernabéu Opfer einer der größten Schiedsrichterüberfälle der jüngeren Vergangenheit – und davon gab es im weißen Tempel schon einige.“

Andere Länder, andere Unsitten …


Titelbild: Vor dem gestrigen Heimspiel gegen den SV Werder Bremen war die FCB-Welt noch in Ordnung.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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