Schweinsteiger: Ohne Beckenbauer wohl keine Karriere beim FC Bayern

Nach dem Tod von Franz Beckenbauer kommen immer mehr Anekdoten um ihn herum ans Tageslicht. Auch Bastian Schweinsteiger gab gestern anlässlich der Gedenkfeier in der Allianz Arena am ARD-Mikrofon einige Beckenbauer-Erlebnisse preis. Nachdem er vor kurzem schon erzählt hatte, wie ihm der Kaiser während seiner Zeit bei Manchester United einen Wechsel in die USA wärmstens empfohlen hatte, folgte gestern die Story, wie der Sohn vom Franz, Stephan Beckenbauer, ihm in der Jugend den richtigen Karrieretipp gegeben hatte.

Schweini zählte gestern zu den glorreichen Elf, die dem Kaiser am Mittelkreis in der Allianz Arena mit einer Rosenniederlegung die Ehre erwiesen – neben ihm noch Paul Breitner, Berti Vogts, Bulle Roth, Rainer Bonhof, Katsche Schwarzenbeck, Kalle Rummenigge, Andy Brehme, Lothar Matthäus, Wolfgang Overath und Günther Netzer.

Einige von ihnen gedachten mit Tränen in den Augen der Lichtgestalt des deutschen Fußballs, auch der 39-jährige Schweinsteiger bemühte sich die Fassung zu bewahren. Auch er hatte eine besondere Beziehung zu den Beckenbauers.

Nach der Trauerfeier verriet der Weltmeister von 2014 am ARD-Mikrofon, dass ihm Stephan Beckenbaue, der 2015 an einem Hirntumor gestorben war, um die Jahrtausendwende als Coach der B-Jugend des FC Bayern trainiert hatte, einen Karriere entscheidenden Tipp auf den Weg gegeben hatte: „Ich war 15, 16 und hatte ein Angebot vom Hamburger SV, was sehr lukrativ war. Aber er hat zu mir gesagt: ‚Basti, pass auf, geh hier in die Schule und in die Akademie bei Bayern München, das wird dir mehr helfen für später.‘“

Beckenbauers Sohn sollte recht behalten: „Ohne seinen Ratschlag damals hätte ich das wahrscheinlich gemacht und wäre zum Hamburger SV gegangen. Deswegen verdanke ich ihm eigentlich die Karriere, die ich bei Bayern München starten durfte.“ Seine glorreiche Zeit beim Rekordmeister wäre somit ohne die Beckenbauers nicht denkbar gewesen.

Auch auf das erste Treffen mit dem Kaiser, damals Präsident des Rekordmeisters, ging der 39-Jährige, heute selbst FCB-Legende, ein: „Ich kann mich noch erinnern, 2002 habe ich ihn zum ersten Mal kennengelernt im Olympiastadion, da hat er zu mir gesagt: ‚Pass auf, spiel einfach nur Fußball, du darfst Fehler machen.‘ Und dann bin ich rausgegangen und hab‘ einfach so Fußball gespielt“.

Schweinsteiger erinnerte sich noch an eine weitere Anekdote, acht Jahre später bei der deutschen Nationalmannschaft: „2010 in Südafrika kam er vor dem Turnier zu mir und sagte: ‚Pass auf, jetzt darfst du keine Fehler mehr machen, jetzt bist du in der Verantwortung für die Mannschaft und ich wünsche dir viel Erfolg.‘“, so der achtmalige deutsche Meister schmunzelnd gegenüber der ARD.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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