Ex-Bayern-Spieler Lothar Matthäus äußert sich in seiner Sky-Kolumne lobend über die jüngste Personalentscheidung des FC Bayern München, Max Eberl als Sportvorstand einzustellen. Der deutsche Rekordnationalspieler sieht in Eberl eine Bereicherung für den Verein.
“Max ist beim FC Bayern groß geworden. Er kennt den Verein, er kennt die Liga und gehört in die Bundesliga. Er hat in Mönchengladbach und bei RB Leipzig erfolgreich gearbeitet und hat seinen Job immer so gut gemacht, wie es ging. Nach seinem Burnout hat man ihm Unrecht getan, da haben die Gladbacher Fans etwas über die Stränge geschlagen. Ich bin davon überzeugt, dass Eberl seine Position, für die er vorgesehen ist, hervorragend bekleiden wird.”
Eberl war nach 17 Jahren als Sportdirektor und späterer Geschäftsführer Sport bei Borussia Mönchengladbach aufgrund eines Erschöpfungssyndroms zurückgetreten.
Zur Rolle von FCB-Ehrenpräsident Uli Hoeneß bei der Verpflichtung von Eberl erklärt Matthäus: “Das Wort von Uli Hoeneß hat Gewicht. Ich glaube, dass er die treibende Kraft war, sowohl damals bei der Verpflichtung von Oliver Kahn als auch jetzt bei Eberl.” Matthäus betont weiter, dass Hoeneß bereits sehr früh ein Auge auf Eberl geworfen hatte: “Eberl war schon der Wunschkandidat von Uli Hoeneß, als er noch bei Borussia Mönchengladbach gearbeitet hat.”
Zur Situation bei RB Leipzig: “Die Zeit nach dem Wechsel zu RB Leipzig war schwierig für Eberl, aber Oliver Mintzlaff wollte ihn unbedingt, war von ihm überzeugt – und ist wahrscheinlich nach wie vor von seinen Fähigkeiten überzeugt.”
Matthäus äußerte sich auch zur Zukunft des FC Bayern unter Eberls Leitung: “Ob und wie Eberl die Transfertätigkeiten des FC Bayern anschieben wird, muss man abwarten. Vielleicht hat man ein bisschen auf Eberl gewartet.”
Matthäus wie Eberl haben sowohl eine Gladbach- wie natürlich auch FCB-Vergangenheit. Als der junge Max Anfang der 1990er Jahre beim FC Bayern in den Seniorenfußball aufstieg, war Lothar einer der Führungsspieler beim Rekordmeister.
