Der Hauptgrund für den voraussichtlichen Verzicht des FC Bayern auf einen defensiven Mittelfeldspieler in der laufenden Wintertransferperiode ist der Aufschwung von Ex-Campus-Spieler Aleksandar Pavlovic. Der 19-Jährige ist ein fester Bestandteil des Mittelfeld-Quartetts, wie FCB-Sportdirektor Christoph Freund betont.
Nachdem der FC Bayern heute Mittag den englischen Innenverteidiger Eric Dier vorgestellt hat, geht die Suche der Verantwortlichen nach einem neuen Rechtsverteidiger weiter. Laut übereinstimmenden Medienberichten steht Nordi Mukiele von Paris St. Germain im Fokus, laut Sky Sport soll Sacha Boey von Galatasaray Istanbul als Alternative ausgemacht worden sein.
Dagegen ist der portugiesische Mittelfeldspieler Joao Palhinha vom FC Fulham laut dem Pay-TV-Sender kein aktuelles Thema mehr. Als Christoph Freund während der Pressekonferenz zur Präsentation von Dier auf Palhinha angesprochen wurde, verwies der Sportdirektor einerseits zwar auf das laufende Transferfenster. Andererseits habe Aleksandar Pavlovic die Lücke im Mittelfeldzentrum jedoch geschlossen: „Wir haben uns letzten Sommer mit Palhinha beschäftigt, wir haben immer wieder Kontakt mit ihm. Es hat sich im Mittelfeld so ergeben, dass Aleks es richtig gut gemacht hat in den letzten Spielen. Er füllt eine richtig gute Rolle aus und wir glauben, dass wir intern eine richtig gute Alternative haben.„
Der gebürtige Münchner Pavlovic feierte am 28. Oktober gegen Darmstadt 98 sein Bundesliga-Debüt und sammelte kurz vor der Weihnachtspause drei Startelfeinsätze. Auch beim gestrigen Rückrundenstart gegen Hoffenheim wurde Pavlovic eingewechselt, beim 3:0-Sieg kam er in der 78. Minute für Konrad Laimer ins Spiel. Nach dem Schlusspfiff bekräftigte Thomas Tuchel nochmals, Pavlovic fördern zu wollen: „Wir haben jetzt vier Spieler für das defensive Mittelfeld. Wir wollen ihm Spielzeit garantieren, realistische Einsatzchancen sind wichtig.“ Die Verpflichtung von Palhinha scheint vom Tisch, zumindest in dieser Transferperiode.
Titelbild: Aleksandar Pavlovic hat im Training zusammen mit Frans Krätzig, der sich in dieser Saison auch vom FCB-Nachwuchs zu den Profis hochkämpfte, Spaß.
