Kalle Rummenigge, ehemaliger FCB-CEO und aktuelles Aufsichtsratsmitglied des FC Bayern, hat in der Süddeutschen Zeitung auf einen Vorschlag des ehemaligen FCB-Trainers Ottmar Hitzfeld zur Würdigung des verstorbenen Franz Beckenbauer reagiert. Dieser hatte angeregt, die Allianz Arena künftig nach dem „Kaiser“ zu benennen.
Rummenigge, der von 1974 bis 1977 Beckenbauers Mannschaftskollege beim FC Bayern war und zusammen mit ihm im Herbst 1991, als der Verein in einer tiefen Krise steckte, aus Loyalität das Amt eines FCB-Vize-Präsidenten übernahm: „Es gibt eine Vereinbarung mit unserem langjährigen, treuen und sehr seriösen Partner Allianz, und die gilt es zu respektieren„. Dies kann man als strikte Absage an Hitzfelds Vorschlag interpretieren.
Der langjährige FCB-Trainer (1998-2004; Jan. 2007-2008) hatte bei t-online.de gemeint: „Die Ausstrahlung des FC Bayern hat er zusammen mit Gerd Müller, Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und ein paar anderen mit aufgebaut. Deshalb würde es auch gut passen, wenn man die Allianz Arena in Franz-Beckenbauer-Arena umbenennen würde„, und dafür viel Beifall und Zustimmung erhalten.
Nun hat Rummenigge de facto natürlich recht, allerdings liegt die tatsächliche Entscheidung keineswegs in seinen Händen. Der Franz war als junger Bursche Versicherungslehrling bei der Allianz. Vielleicht wäre es sogar eine gewaltige PR-Aktion des Versicherungsriesen, wenn er für ein (Kalender-)Jahr, für eine Fußballsaison auf das Namensrecht verzichten würde – danach würde die Arena wieder nach der Allianz benannt werden. So etwas gab andernorts bereits.
Wenn es um Pfiffigkeit geht, kann der Kalle allerdings keineswegs in des Kaisers große Fußstapfen treten:
Titelbild: Aktuell ist die Arena am Abend mit „Danke Franz“ beleuchtet

4 Kommentare zu „„Franz-Beckenbauer-Arena“ – Rummenigges Reaktion“