Auf der heutigen Spieltags-PK wurde FCB-Coach Thomas Tuchel zu seiner Meinung zur Abreise von Noussair Mazraoui zu seiner marokkanischen Nationalmannschaft zum Afrika-Cup in der Elfenbeinküste gefragt. Der 26-jährige Rechtsverteidiger befand sich zuletzt aufgrund einer Mitte Dezember in Manchester erlittenen Muskelverletzung im Aufbautraining an der Säbener Straße.
Tuchel: „Ich verstehe jeden Nationaltrainer, der die besten Spieler aufstellen will. Jetzt wurde ein Spieler angefordert, der noch im Aufbautraining ist. Unser Wunsch wäre gewesen, dass er noch später anreist. Unsere Empfehlung ist, dass er frühestens im dritten Vorbereitungsspiel zum Einsatz kommt. Aber das ist nur eine Empfehlung, ich wäre nicht verwundert, wenn es anders kommt. Die Realität ist etwas paradox. Aber so ist es nun einmal.“
Marokko startet am 17.Januar gegen Tansania ins Turnier, spielt am 21. Januar gegen den Kongo und schließt am 24. Januar gegen Sambia die Gruppenphase ab. Das Spiel gegen Sambia wäre die Münchner Empfehlung für den Turniereinstieg von Nous – und zwar auch nur als Teilzeitkraft.
Mit der „paradoxen Realität“ spielte der 50-Jährige auch auf den Umstand an, dass der deutsche Rekordmeister zwar Mazraouis Brötchengeber ist, aber überhaupt kein Mitspracherecht hat, wenn es bei den Nationalmannschaftseinsätzen auch um einen vernünftigen Umgang mit der Gesundheit des eigenen gut bezahlten Spielers geht.
