RB-Boss: Bei Max Eberl „einen Fehler gemacht“!

Der frühere FCB-Spieler und Gladbach-Sportchef Max Eberl sollte bei RB-Leipzig eine neue Ära prägen. Aber bereits nach einem Dreivierteljahr war dort für ihn als Sport-Geschäftsführer wieder Schluss. Trotz eines langfristigen Vertrages wurde er vom Klub just vor dem BL-Duell gegen seinen möglichen zukünftigen Verein in München mit sofortiger Wirkung freigestellt.

Im Interview mit der SportBILD sagt Leipzigs Aufsichtsratschef und Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff (48) nun: „Rückblickend habe ich einen Fehler gemacht. Positiv überwiegt, dass wir im Sommer 2023 richtig tolle Spieler verpflichtet haben, die zwar teuer waren, aber extrem gut zu uns passen. Max hat direkt verstanden, wie unsere Transferphilosophie aussieht und wie konsequent wir diese bei RB Leipzig verfolgen. Dafür bin ich ihm auch sehr dankbar. Aber, und so hat es der Club bei der Trennung kommuniziert, braucht es natürlich auch ein Commitment. Und das war nicht ausreichend vorhanden und daher war dann die Trennung folgerichtig.“

Ein klares Bekenntnis zu RB Leipzig vermied Eberl offenbar konsequent, dazu kamen immer wieder Gerüchte über ein FCB-Interesse. Bei der Aufsichtsratssitzung am 13. November hat der Rekordmeister beschlossen, dass ein Sport-Vorstand verpflichtet werden soll. Eberl gilt dabei als Top-Favorit, ein Wechsel scheint nur noch Formsache. Sein Engagement soll nach der Winter-Transferperiode Anfang Februar feststehen.

Mit Eberl ist Mintzlaff dennoch nach wie vor im Kontakt: „Wir sind ja auch nicht im Bösen auseinander, es war ein vernünftiges Gespräch. Da habe ich ihm auch gesagt, dass ich enttäuscht und traurig bin.“ Mintzlaff hatte monatelang um Eberl gekämpft, ihn später stolz als seine angekündigte „1A-Plus-Lösung“ präsentiert.

Bei der Suche nach einem Eberl-Nachfolger lassen sich die Sachsen Zeit. Sportdirektor Rouven Schröder hat aktuell die alleinige Verantwortung übernommen, soll aber zur neuen Saison wieder einen Chef bekommen. Dazu Mintzlaff: „Da haben wir aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und lassen uns nicht drängen.“ Das Profil: „Priorität hat, dass er unsere Spiel- und Transferphilosophie sowie unseren Club versteht. Das ist schon ein Learning aus der Vergangenheit. Und wir brauchen einen starken Mann.“ Wie es eben der bayerische Max ist, der wird wohl aber bald die Geschicke in München leiten.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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