„Niemals mit uns“ – Rummenigges klare Absage an Real Madrid & Barça 

Ex-FCB-CEO Kalle Rummenigge äußerte sich erstmals zu den gescheiterten Plänen für eine europäische Super League. Der 68-Jährige machte in der italienischen Gazetta dello Sport deutlich, dass der FC Bayern zu keinem Zeitpunkt Interesse an der Gründung einer neuen Liga hatte und auch in Zukunft nicht gewillt ist, daran teilzunehmen.

Auch wenn die geplante Gründung der Super League im April 2021 krachend gescheitert ist, sorgt das Thema weiterhin für Gesprächsstoff. Dies liegt vor allem daran, dass der Europäische Gerichtshof heute entschieden hat, dass die FIFA und die UEFA den Vereinen nicht verbieten können, einen eigenen Wettbewerb zu gründen. Die beiden Verbände hatten den beteiligten Vereinen damals mit harten Sanktionen gedroht.

Im Frühjahr 2021 hatten zwölf europäische Klubs, die von Real Madrid, dem FC Barcelona und Juventus angeführt worden waren, versucht, eine neue europäische Liga zu gründen. Aufgrund der massiven Reaktionen der Fans und der internationalen Verbände machten neun dieser Vereine, darunter alle eingeladenen Premier League Klubs innerhalb weniger Tage einen Rückzieher.

Das heutige Urteil bedeutet, dass die FIFA und die UEFA der Super League rechtlich betrachtet eine faire Chance geben müssen, dagegen nicht, dass die Super League auch wirklich zustande kommen wird.

Bayern-Aufsichtsrat Rummenigge, der 2021 noch Vorstandsvorsitzender beim FCB gewesen war, blickte gegenüber dem italienischen Sportmagazin auf die Zeit damals zurück: “Sie sind nicht zu mir gekommen. Sie haben es bei Oliver Kahn versucht, meinem designierten Nachfolger zu diesem Zeitpunkt. Uli Hoeneß, Präsident Herbert Hainer und ich haben gesagt: ‘Niemals mit uns!’” Laut Rummenigge hatte sich auch PSG zügig und deutlich gegen die Super-League-Idee ausgesprochen.

Das aktuelle Urteil ändert nichts an der Einstellung des FC Bayern zu der Super League. Die Vereinsverantwortlichen haben in der Vergangenheit immer wieder betont, dass man keinerlei Interesse an einem derartigen Projekt hat.

Rummenigge macht zudem kein Geheimnis daraus, dass er sich damals ernsthafte Gedanken über mögliche Konsequenzen gemacht hat: “Ich war besorgt. Sie waren zu zwölft, sie hatten vergeblich versucht, uns und andere zu überzeugen, sie waren am Ende ihrer Kräfte. Ich dachte: ‘Was, wenn sie wirklich eine Revolution machen? Das wäre das reinste Chaos.”

Aus Sicht von Rummenigge ging es vor allem Real Madrid und dem dem FC Barcelona darum, der finanzstarken Premier League die Stirn zu bieten: “Vor allem die Spanier wollten ihr schaden und haben diesen Wettbewerb erfunden, der das Nonplusultra sein sollte. Auf Wiedersehen Juve-Cagliari, auf Wiedersehen Bayern-Bielefeld.” Bekanntermaßen befinden sich beide spanischen Schwergewichte zudem seit langer Zeit in großen finanziellen Turbulenzen.

Sehr gut, Kalle & FCB! Bitte konsequent bleiben!

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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