Bundestrainer Julian Nagelsmann war gestern Abend zu Gast im Aktuellen Sportstudio des ZDF und äußerte sich auch zu seiner Freistellung im März dieses Jahres beim FC Bayern.
Die Entlassung des 36-Jährigen war damals ziemlich überraschend gekommen. FCB-Präsident Herbert Hainer hatte ihm kurz zuvor volle Rückendeckung versprochen, man war noch hoffnungsvoll in allen drei Wettbewerben vertreten und die auslösende 1:2-Niederlage in Leverkusen war wettbewerbsübergreifend erst die dritte Saisonniederlage gewesen. Dazu Julian Nagelsmann:
„Die Entlassung bei Bayern war schon ein Tag, der in Erinnerung bleibt. Das war meine erste Entlassung. Ich glaube, das macht jeder Trainer mal durch. Trotzdem ist der Moment nicht der schönste. Das kann man sich ja vorstellen. Da rattern dann in dem Moment sehr viele Gedanken durch den Kopf.“
Rückblickend bedauere er vor allem die Art und Weise: Nagelsmann erfuhr von seiner Freistellung zunächst aus den Medien. Böses Blut gebe es aber trotzdem keines, stellte der Ex-Bayern-Trainer klar. Vor allem zum FCB-Ehrenpräsidenten Uli Hoeneß hat er noch eine gute Beziehung. Bekanntermaßen ist dies beim Rekordmeister nicht die schlechteste Referenz.
Auf das von ZDF-Moderator Jochen Breyer angesprochene Thema „Verlust der Kabine“ ging der aktuelle Bundestrainer nicht ein. Dies war ein Hauptargument des damaligen Sportvorstandes Hasan Salihamidzic für seine Entlassung. Nachdem dieser ebenso wie der mitverantwortliche CEO Oliver Kahn nur zwei Monate später selbst entlassen worden ist, sind die beiden damaligen FCB-Protagonisten nicht mehr im Verein tätig. Beim 36-jährigen Trainer Nagelsmann ist ein FCB-Comeback jedoch alles andere als unwahrscheinlich. Ein Jupp Heynckes kam sogar dreimal wieder, nachdem sein erstes Engagement beim Rekordmeister noch nicht die ganz große Erfolgsgeschichte gewesen war.

Dann ist es sehr vorstellbar das er wieder zu uns kommt und das würde ich sehr begrüßen. Der Rauswurf unverständlich und ein großer Fehler gewesen