FCB-Trainer Thomas Tuchel war nach der deftigen 1:5-Klatsche in Frankfurt extrem enttäuscht und bedient:
„Wenn man eine Woche Training hat, sich lange auf ein Match vorbereiten kann und dann so in eine Partie startet, dann hat man nicht viele Argumente auf seiner Seite. Wir haben nicht gut gespielt und zu viele Fehler gemacht. Die sind heute knallhart bestraft worden. Für das, was wir zugelassen haben, sind wir extrem hart bestraft worden. Jetzt müssen wir uns hinterfragen, wie es sein kann, dass wir so in ein Spiel starten. Die Leidenschaft, die Giftigkeit und die Energie, die es benötigt, um auswärts Spiele zu gewinnen, waren mit Sicherheit nicht da. Da müssen wir uns an die eigene Nase fassen. Es war unterm Strich nicht genug, um bei der Eintracht zu bestehen. Die gesamte Mannschaftsleistung war heute ungenügend und da zähle ich mich mit dazu.“
Thomas Müller, der beim Stand von 1:5 Mitte der 2. Hälfte eingewechselt wurde, aber nichts mehr bewegen konnte:
„Man muss Frankfurt gratulieren, sie haben absolut verdient gewonnen. Die erste halbe Stunde haben sie uns den Schneid abgekauft. Im Nachgang haben wir nicht die Effektivität an den Tag gelegt, um zurückzukommen, dann wird es natürlich auch unangenehm von der Höhe. Da muss eine Reaktion folgen, da muss der Wut-Motor angehen – aber wir dürfen nicht den Kopf verlieren. Ich hatte nicht das Gefühl, dass wir nicht wollen, aber die Frankfurter haben auf jeden Fall nochmal mehr durchgezogen und die Dinger erzwungen. Wir werden zurückschlagen und zurückkommen, aber wir haben nicht viel Zeit.“
Ein absolut gebrauchter Tag. In den Statements von Trainer und Vize-Kapitän stecken sämtliche Aussagen drin, welche das Spiel, den Spielverlauf und die Einstellung beider Teams beschreiben. Alles muss besser werden, dann kommt auch das Glück zurück, welches heute zusätzlich noch gefehlt hat.
