Die DFL unternimmt ganz offensichtlich auch in dieser Bundesligasaison alles, um dem FC Bayern eine weitere Meisterschaft so schwer wie nur möglich zu gestalten. Thomas Tuchel bemühte sich auf der PK vor dem morgigen BL-Spiel in Köln sichtlich um Contenance, letztendlich konnte er seinen Frust und seine Wut über die DFL, aber auch FIFA & Co nicht mehr verbergen. Mehr als verständlich.
Der FCB-Coach generell zur Personal-, zur Verletztensituation:
„Matthijs de Ligt ist nicht dabei, Jamal Musiala ist nicht dabei, bei Raphael Guerreiro müssen wir vorsichtig sein. Er hatte leichte Probleme, da müssen wir schauen. Wir beobachten genau, welche Nationalspieler eine große Belastung hatten wie Konrad Laimer, Minjae Kim oder Alphonso Davies. Wir werden erst spät entscheiden, wer morgen spielen wird.“
Warum der FC Bayern zum zweiten Mal nach einer Länderspielperiode ein Freitagsspiel austragen muss:
„Es geht wohl um Fernsehrechte. Wir sind jetzt zum zweiten Mal freitags dran. Minjae Kim und Alphonso Davies kommen erst heute von den Reisen zurück. Das ist eine sehr, sehr unglückliche Ansetzung. Vor allem im Sinne des Sports. Aber das soll nicht als Ausrede gelten. Ich will da nicht drauf rumreiten. Wir haben uns für eine kurzfristige Anreise am Freitagmorgen entschieden, damit die Spieler nochmal zuhause schlafen können. Wir wollen gewinnen und werden uns so vorbereiten.“
Später in der PK platzte es nahezu aus ihm heraus:
„Das Feedback der Nationaltrainer ist, dass die absoluten Topspieler müde sind – mental und physisch. Da geht es nicht nur um die Spielminuten, sondern auch die Zeiten auf Reisen, im Hotel oder im Bus. Man muss jetzt mal wieder Minjae Kim und Alphonso Davies sehen, die nach extrem langen Reisen zurückkommen und gleich wieder performen müssen. Ab nächster Saison kommen auch noch mehr Champions League-Spiele dazu und die Klub-WM 2025. Das ist grenzwertig. … Da schließt sich dann der Kreis. Wir sind morgen das Team, das freitags spielen muss. Das kann nicht im Sinne der Spieler und im Sinne des Spiels sein. Das muss nämlich mit Freude umgesetzt werden. Die Situation ist an der Grenze, vielleicht sogar schon drüber.“
