Kaum hat FCB-Coach Thomas Tuchel auf bemerkenswerte Weise mit den Ex-FCB-Spielern und sog. TV-Experten Didi Hamann und Lothar Matthäus nach dem beeindruckenden 4:0-Sieg beim seit sieben Monate in der Bundesliga ungeschlagenen BVB abgerechnet, meldet sich mit dem 70-jährigen Felix Magath der nächste Krawall-Kandidat an. Der FCB-Double-Trainer von 2005 und 2006 löst dabei ein allgemeines Kopfschütteln aus.
Während die großartige Leistung des FC Bayern beim 4:0-Triumph in Dortmund national wie international mit größtem Respekt honoriert und gefeiert wird, hat der frühere HSV-Spieler eine ganz andere, eine sicherlich exklusive Meinung zum Spitzenspiel. Bei BILD-TV meinte Magath: „Aus meiner Sicht hat der BVB über die 90 Minuten besser gespielt, aber die Tore haben die Bayern gemacht“.
Der als Coach als „Quälix“ titulierte Magath hatte „aus Trainersicht kein Spitzenspiel gesehen. Es war ein gutes Bundesligaspiel, keine Frage, auch mit gutem Tempo. Aber dass der FC Bayern dominiert hätte, wie es das Ergebnis ausdrückt, war es nicht.“
Die Partie habe nur am Anfang und am Ende ihre Höhepunkte gehabt, dazwischen sei nicht viel passiert. „Wenn man das Spiel Revue passieren lässt, dann stand es nach acht Minuten und 20 Sekunden 2:0 – und dann passierte, salopp gesagt, eine Stunde gar nichts. Die beiden anderen Tore fielen erst gegen Ende des Spiels“.
FC Bayern Total: Diese Aussagen passen zu einem ehemaligen Trainer, der sich vor ein paar Wochen auf sehr dubiose Weise ungefragt selbst als Bundestrainer ins Spiel gebracht hat. Man wird wahrscheinlich weltweit keinen anderen Fußballexperten finden, der Magaths sonderbare Spielbewertung teilen wird. Nicht dass es ihm in seinem Alter nicht zustünde, aber sein Kommentar zum Spiel lässt befürchten, dass er zwischendurch längere Schlafpausen eingelegt hat.
Beim FCB war er der Trainer, der zum ersten Mal ein Double wiederholen konnte. Jedoch war sein Fußball schon Mitte der Nuller-Jahre antiquiert, seine hochgerüstete Mannschaft kam nie ansatzweise auf das Niveau, welches die Namen eigentlich versprochen hatten. Seine Trainingsmethoden – Lieblingsgerät Medizinball – verhasst. Im Januar 2007 musste er gehen, seitdem scheint er ein gestörtes Verhältnis zum Rekordmeister zu haben.
Magaths lächerlicher Kommentar zum gestrigen Clásico lässt befürchten, dass er mit seinen geliebten Medizinbällen tatsächlich selbst Kopfballtraining praktiziert hat. Mit Magath als Bundestrainer hätte sich Deutschland im Weltfußball wirklich zur Lachnummer gemacht – unfassbar, dass es für seine Idee sogar Sympathisanten gab!

ich gebe es zu, ich bin heimlicher Magathfan und mag seine „kautzige“ Art 😉 aber hier schießt er sich mit seinen wahnwitzigen Ansichten wirklich komplett ins Abseits *kopfschüttel*
dennoch, für meine neapolitanischen Freunde: „Magath eroe!!!“ 😀 (ein echter Insider)
Feiern die immer noch sein Tor im Europapokal-Endspiel gegen Juve von vor über 40 Jahren?
Mittlerweile sind die Schriften an den Wänden schon etwas verblasst… 😉
Anlässlich des gestrigen Spiels in Dortmund habe ich gestern auch einen Beitrag gelesen (nicht einmal schlimmer Boulevard!), in dem ein jetziger deutscher Sport-Journalist erzählt, wie sehr er sich zusammen mit seinem Vater über die Finalniederlage der Bayern in Barcelona 1999 gegen ManUnited gefreut hat … (Ich fands ein bisschen erbärmlich …)