Riesen-Pokalblamage des FC Bayern

Man hatte schon seit Sonntag ein schlechtes Gefühl: Müssen die Bayern tatsächlich auf dem Torfacker von Saarbrücken ran, weil es schlichtweg keinen geeigneten Ersatztermin gibt? Und wenn ja: Hoffentlich verletzt sich niemand schwer. Und genau das ist nach etwas mehr als einer Viertelstunde passiert: Die Bayern hatten gerade zum ersten Mal gejubelt, Thomas Müller überragend zum 1:0-Führungstreffer getroffen. Es sollte der einzige bayerische Jubel im ganzen Spiel bleiben.

Nicht einmal eine Minute nach dem Tor der FCB-Legende verletzte sich Matthijs de Ligt bei einer Grätsche an der Eckfahne(!) ganz offensichtlich schwerer am Knie. (Titelbild) Die Bosse auf der Tribüne, Trainer Tuchel, alle, die es mit dem FCB halten, schlugen die Hände vor das Gesicht. Ab dem Zeitpunkt holperte das vorher schon nicht brillante FCB-Spiel mehr und mehr. Kein einziger der Spieler, die auf dem Platz standen, erreichte Normalform. Mathys Tel, Eric Maxim Choupo-Moting, Bouna Sarr, Frans Krätzig standen in der Startelf – keiner konnte sich nur ansatzweise für diese Position im BVB-Spiel empfehlen. Minjae Kim extrem fahrig in fast allen Aktionen – so auch beim schlampigen Pass auf Krätzig kurz vor der Halbzeit. Frans, körperlich heute komplett überfordert, verlor den Ball zentral vor dem eigenen Strafraum – der Rest der entblößten Abwehr wurde anschließend schwindlig gespielt: Mit 1:1 ging es in die Halbzeit.

Die 2. Halbzeit ein einziger FCB-Sturmlauf, Saarbrücken nach einer Stunde stehend KO, es gab mehr Wadenkrämpfe auf Seiten der Saarländer als Aktionen in der FCB-Hälfte. Nach einer Stunde wurden Jamal Musiala, Serge Gnabry und Kingsley Coman eingewechselt. Daueroffensive – aber wenig brillant, der Saarbrücker Torwart der beste Mann auf dem Platz, während Manuel Neuers Revier fast bis zur Mittellinie ging.

Die Minuten verronnen. Ok – wenn nicht nach 90 oder 96 Minuten, dann eben in die Verlängerung gehen. Saarbrücken war mausetot. Nur nicht den einen kapitalen Fehler machen und kurz vor Spielende hinten aufmachen: Und genau diesen Gefallen machte die gesamte FCB-Hintermannschaft ihrem drittklassigen Gegner: Offen wie ein Scheunentor kassierte man in der 96. Minute das völlig unnötige 1:2 – eine der größten Blamagen der Vereinsgeschichte des FC Bayern!

Harry Kane spielte übrigens wie beim Erstrundensieg in Münster keine einzige Minute, obwohl sowohl Choupo als auch dieses Mal Tel Totalausfälle waren. Ein fataler Fehler von FCB-Coach Thomas Tuchel.

Es ist alles schief gelaufen auf einem für so ein Spiel unwürdigen Rasen – trotzdem: wenn man am Samstag in Dortmund nicht eine ganz andere Leistung zeigt, könnte es zwei Blamagen innerhalb einer Woche geben.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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