Der Israeli Daniel Peretz und der sich mit der palästinensischen Bevölkerung im Gaza-Streifen solidarisierende Marokkaner Noussair Mazraoui: Die Medien konstruierten daraus ein großes Konfliktpotenzial beim FC Bayern. Thomas Tuchel widersprach diesem Szenario bereits am letzten Freitag auf der PK vor dem Mainz-Spiel und erwähnte die „reinigende Kraft der Kabine„.
Verein und Spieler sind aber ganz offensichtlich schon einen großen Schritt weiter: Bekannt ist, dass die Verantwortlichen des Rekordmeisters zunächst das Gespräch mit Mazraoui gesucht hatten. Dabei konnte der 25-Jährige glaubhaft versichern, dass er sich nichts mehr als Frieden auf der Welt wünscht.
Wie nun laut BILD-Informationen bekannt wurde, soll es aber auch bereits zu einem von den Bayern-Verantwortlichen in die Wege geleiteten Treffen zwischen Daniel und Nous gekommen sein. Die beiden hätten sich anlässlich des CL-Spiels bei Galatasaray im Teamhotel in Istanbul zusammengesetzt und ausgetauscht. Mit anwesend soll auch Bayern-Präsident Herbert Hainer gewesen sein. In einem harmonisch verlaufenden Treffen soll Mazraoui seinem 23-jährigen israelischen Teamkollegen mitgeteilt haben, dass er nichts gegen Israel oder Juden habe. Unter anderem soll auch der Physiotherapeut des Rechtsverteidigers aus Israel kommen. Zudem stünde Mazraoui selbst in seiner Heimat unter Druck und fürchtet um das Wohlergehen seiner Angehörigen. Wer selbst in Marokko Einheimische über den „zionistischen Feind“ hat herziehen hören, kann sich das bestens vorstellen.
Mehr ist über das Treffen nicht bekannt, aber das sind dennoch sehr gute News. Damit sollte das Thema beim FC Bayern und seinen Fans hinsichtlich der (nachvollziehbaren) Haltungen der beiden Spieler nun auch ruhen.

Sehr schön: Das ist das Wichtigste für die beiden und den FCB. (auf Verein und Fans bezogen, natürlich nicht auf die Gesamtsituation, sollte mir jemand etwas unterstellen wollen)
Ein „Vorführen“ für Propagandazwecke beim Zentralrat der Juden oder bei Maccabi Deutschland kann sich Noussair damit sparen.