Nach dem WM-Vorrunden-Aus vor einem guten Jahr (trotz 4:2-Sieg gegen Costa Rica) gab Thomas Müller direkt nach dem Match noch eine Art „Rücktrittserklärung“ live im Fernsehen, jetzt möchte er am liebsten „für immer“ in der DFB-Auswahl spielen. Zumindest gab er ein Statement in diese Richtung auf der PK vor dem Mexico-Spiel in Philadelphia heute Nacht (2:00 MEZ) ab.
„So lange ich Profi bin und bei meinem Verein Tag für Tag auf dem Platz stehe, stehe ich auch der Nationalmannschaft zur Verfügung, weil man meiner Meinung nach nicht aus der Nationalmannschaft zurücktritt. Wenn der Trainer auf mich zurückgreifen will, will ich auch nicht kneifen„, so der 34-Jährige mit Blick auf den neben ihm sitzenden Bundestrainer Julian Nagelsmann, der darauf schmunzelnd erwiderte: „Ich greife gerne auf dich zurück, aber das weißt du ja, deswegen sitzt du ja hier.„
Seinen vermeintlichen Abschied nach dem Vorrunden-Desaster bei der WM in Katar erklärte Müller im Rückblick damit, dass er damals nicht wissen konnte, ob er je wieder eingeladen werden würde: „Der Moment des Ausscheidens war ziemlich hart. Ich wusste um die Situation und die Mechanismen. Wenn man schlecht abgeschnitten hat, müssen die Spieler, die länger dabei und im Fokus gewesen sind, die Kapitäne, Verantwortung tragen.“
Weil er nicht habe absehen können, „wie es weiter geht, wollte ich im letzten Satz die Möglichkeit nutzen, falls es mein letztes Länderspiel gewesen wäre, mich zu verabschieden. Man kann sagen, das war ein bisschen egoistisch, aber das war frei von der Leber weg“ – und wie sich nun herausstellt voreilig.
Schon im September beim 2:1-Sieg gegen Vizemeister Frankreich feierte er ein gelungenes DFB-Comeback, schoss dabei den wichtigen 1:0-Führungstreffer und auch unter Nagelsmann ist er jetzt wieder dabei. Gegen Mexiko könnte der Urbayer mit seinem 125. Länderspiel (45 Tore) ei Jubiläum feiern.
Müller spielt immer … noch!
