Mathys Tel hat sich in München in kürzester Zeit aufgrund seiner beeindruckenden Leistungen auf dem Spielfeld aber auch wegen seines sympathischen Charakters zu einem FCB-Fanliebling entwickelt. Mit Blick auf die wenig rosige Situation der deutschen Nationalmannschaft, was Mittelstürmer betrifft, meinte schon der eine oder andere Fan (nicht nur) scherzhaft, ob man denn nicht Mathys einbürgern könnte. Diese etwas kuriose Idee hat nun FCB-Reporter-Legende Raimund Hinko – im letzten Jahrhundert schrieb er einige FCB-Bücher – in seiner SportBILD-Kolumne aufgearbeitet.
Wie sich die BILD durch einen Juristen bestätigen ließ, könnte der 18-Jährige rein rechtlich womöglich bereits ab 2025 einen deutschen Pass haben. Für die WM 2026 hätte der DFB damit einen potenziellen Top-Spieler mehr für die vergleichsweise schwach besetzten Offensivpositionen. DFB-Sportdirektor Rudi Völler hat das Thema bei BILD TV zumindest nicht sofort ins Reich der Fabeln verwiesen. „Natürlich ist das ein toller Stürmer. Man kann es sicherlich versuchen„.
Aber: Es ist natürlich nicht sehr realistisch, dass Tel eine Karriere in Frankreich eine Absage erteilt, um für seine Wahlheimat Deutschland zu kicken. „Am Ende entscheiden der Spieler und seine Familie. Das darf man nicht unterschätzen. Da sind die Wurzeln doch sehr französisch„, so Völler. Tel ist zuletzt erstmals von Thierry Henry für die U21 der Equipe Tricolore nominiert worden, könnte nächstes Jahr bei den olympischen Spielen dabei sein. Auf einen Nationenwechsel deutet dabei aktuell wenig hin.
Diese kuriose Idee begründet sich natürlich auch darin, dass sich Mathys zusätzlich zu seinen großartigen bereits beschriebenen Eigenschaften offensichtlich extrem wohl beim FC Bayern, in München, Deutschland fühlt. Und es gab schon einmal eine FCB-Legende, die wohl lieber für Deutschland als sein Geburtsland Frankreich gespielt hätte, weil er dort ziemlich wenig geschätzt wurde: Franck Ribéry!
