Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Julian Nagelsmann ist der FCB-Chefcoach Thomas Tuchel mit seiner sachlich nüchternen Art keiner der auf Pressekonferenzen die großen Schlagzeilen produziert. Heute war das etwas anders, nicht nur weil er sich natürlich zur Causa Boateng äußern musste. Auch der DFB und die anstehende unsägliche USA-Tour der deutschen Nationalmannschaft zur Unzeit bekamen heute vom 50-Jährigen ihr Fett ab:
„Ich weiß nicht, ob es sich mir erschließt, warum man vor einer EM in Deutschland in den USA gegen Mexiko spielt. Wir hatten jetzt viele Auswärtsspiele. Die Jungs kommen am Donnerstag von der Nationalmannschaft zurück, sitzen am Freitag im Flieger nach Mainz, am Montag im Flieger nach Istanbul. Dann gibt es ein Heimspiel und dann wieder zwei Auswärtsspiele in Saarbrücken und Dortmund. Es ist am Ende der Belastbarkeit. Der Terminplan ist so, wir versuchen, das Beste daraus zu machen.“
Bezüglich dieses Trips mit zwei Jetlags mitten in der heißen Spielphase im Herbst wird ihm kein Fußballfan, kein Trainer dieser Welt widersprechen. Verantwortungsloser hätte der DFB nicht handeln können.
