Es müllert fast nicht mehr – wie geht es mit der FCB-Legende weiter?

Wie schon in großen Teilen der letzten Spielzeit ist Thomas Müller auch zum Saisonstart 2023/24 von zahlreichen Verletzungen und Wehwehchen geplagt. Dass dieser infolgedessen holprig verläuft, verwundert wenig: Wenig Spielzeiten, gerade einmal ein Assist in den ersten neun Pflichtspielen ist wenig „Müller-like„. Schon sehen die Medien hinter der sportlichen Zukunft des Ur-Bayers beim FC Bayern ein großes Fragezeichen. Der Vertrag des 34-Jährigen läuft am Ende der Saison aus. Nun berichtet der kicker, dass der Weltmeister von 2014 zunehmend an Bedeutung beim deutschen Rekordmeister verlieren soll.

In den letzten vier Bayern-Spielen stand Thomas Müller wenig mehr als eine Viertelstunde auf dem Platz. Während er im Pokal bei Preußen Münster kurzfristig passen musste, saß er beim 2:2-Unentschieden im Topspiel bei RB Leipzig 90 Minuten auf der Bank. Beim 4:3-Sieg gegen Manchester United in der Champions League wurde der 123-malige Nationalspieler in der 87. Minute (für Harry Kane) eingewechselt, zuvor beim 7:0 gegen den VfL Bochum auch erst in der 77.Minute (für Kingsley Coman). Wenn man böse ist, dann könnte man darauf verweisen, dass sogar der FCB-Dauerbankdrücker Bouna Sarr in diesem Zeitraum mehr Spielminuten zu verzeichnen hatte.

Mit Blick auf die vergangenen Spiele wird deutlich, dass Müller derzeit in der Offensive-Hierarchie beim deutschen Rekordmeister hinter Youngster Mathys Tel und Eric Maxim Choupo-Moting gefallen ist. Beide befinden sich in großartiger Form.

In diesem Kontext berichtet der kicker, dass Müller zunehmend an Bedeutung beim FC Bayern verliert, auch weil sich an seiner Situation in absehbarer Zeit nichts ändern wird. Thomas Tuchel hat trotz der Verletzung von Serge Gnabry in der Offensive ausreichend Optionen. Müller hat zuletzt betont, dass er kein Problem mit seiner aktuellen Rolle hat: “Wir haben sehr viele Varianten in der Offensive. Das Trainerteam entscheidet mit bestem Wissen und Gewissen. Wir Spieler müssen uns immer in die Verfassung bringen, dass sie uns vielleicht als erstes nehmen – und wenn nicht, unterstützen wir die Teamkollegen. Das hört sich nach rosaroter Wunderwelt an, aber ist aktuell bei uns wirklich so.

Natürlich stellt sich die Frage, wie der einstige Dauerspieler Müller-spielt-immer auf lange Sicht mit dieser Rolle umgehen wird. Beobachtet man ihn allerdings in den letzten Spielen als Reservisten am Spielfeldrand, ist er mit vollem Engagement bei der Sache. Tore wie die von Leroy Sané in Leipzig werden von ihm frenetisch bejubelt. Da gab es schon zahlreiche (beleidigte) Spieler, die dabei ganz anders drauf sind. Zudem ist die Saison noch sehr lange, bleibt Müller endlich einmal wieder über einen längeren Zeitraum ohne Blessuren, könnte er auch wieder zu wesentlich mehr Einsatzzeiten kommen.

Der Vertrag des 34-Jährigen läuft im nächsten Sommer aus. Zuletzt kursierten Meldungen, dass Sportdirektor Christoph Freund demnächst die ersten Gespräche mit Müller führen möchte. Der Ur-Bayer zählt zu den absoluten Top-Verdienern beim Rekordmeister. Es erscheint allerdings sehr unwahrscheinlich, dass der zweifache Triple-Sieger erneut einen derart gut dotierten Vertrag beim FCB erhalten wird.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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